Mit Ranger Diethard Eckardt auf Tour: Frühling im Vessertal

Schmiedefeld am Rennsteig: Touristinformation |

In Deutschland gibt es 15 UNESCO-Biosphärenreservate – in Thüringen gehören dazu die Rhön und das Vessertal. Umwelt- und Naturschutz werden hier groß geschrieben, seit 30 Jahren setzt sich Diethard Eckhardt aktiv dafür ein. Der gelernte Forstwirt und Natur- und Landschaftsführer ist im Biosphärenreservat Vessertal der dienstälteste Ranger und zeigt als Wanderleiter den Gästen so manche Besonderheit. AA-Redakteurin Ines Heyer hat ihn auf einer Tour rund um Schmiedefeld / Rennsteig begleitet.

Der Zunderschwamm, ein Baumpilz, befällt tote oder absterbende Bäume.
Damit ist er ein wichtiger Bestandteil im Ökosystem. Er diente den Menschen
aber auch zur Herstellung von Zunder, ein leicht entflammbares Material zum Feuermachen. Ebenso wurde er zur Herstellung von Kleidungsstücken und Taschen genutzt. Das gekochte und anschließend weich geklopfte Pilzinnere erinnert an Leder.

Ein Stein hängt am Magneten fest? Magnetit macht es möglich. Im Schwarzen Crux, bis 1924 ein Magnetitbergwerk, wurde einst ein äußerst begehrtes Eisenerz abgebaut. Noch heute sind in der Region um den Schwarzen Crux Steine mit magnetischen Eigenschaften zu finden.

Eine Besonderheit von Buchen sind die Chinesenbärte. Diese bilden sich, wenn abgebrochene Äste überwachsen werden. Bei jungen frischen Ästen sind die Bärte noch sehr breit und gebogen, bei älteren Ästen jedoch sehr schmal und können sogar komplett waagerecht werden.

Schwarze Erde deutet an vielen Stellen im Wald darauf hin, dass hier einst Holzkohle-Meiler brannten. Die Köhlerei war für die Bewohner einst ein wichtiger Erwerbszweig.

Das sind keine Tannenzapfen! Korrekt muss es Fichtenzapfen heißen. Bei der Weißtanne öffnet sich der Zapfen am Baum und nur die Samen und Schuppen
fallen zu Boden.

Der Lerchensporn ist eine der schönsten Pflanzen im zeitigen Frühjahr.

Was heute als Hohlweg sichtbar ist, waren in früheren Zeiten Handelsstraßen durch den Wald. Durch das Gewicht der Fuhrwerke sanken diese bei aufgeweichtem Boden ein und mit der Zeit wurde der Weg immer tiefer.
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Renate Jung aus Erfurt | 26.04.2016 | 16:47  
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