Der Duft des Waldes - Der Thüringer Pilzexperte Gunter Jacob erklärt, warum die beliebten Speisepilze jetzt noch selten sind

Der echte Pfifferling hat einen ganz typisch fruchtigen Geruch, erklärt der Pilzsachverständige Gunter Jacob.
Langewiesen: Pilzsachverständige | Wer jetzt durch die Wälder streift, muss schon sehr genau hinsehen, um Pilze zu entdecken. Vor allem die beliebten Steinpilze, Birkenpilze oder die Maronen zeigen sich noch selten. Das hat in diesem Jahr seinen Grund.
"Durch die Trockenheit im Frühjahr wurde das Pilzgeflecht in der Erde geschädigt. Es muss sich erst langsam wieder erholen", erläutert der Pilzsachverständige Gunter Jacob aus Langewiesen im Ilm-Kreis. "Deshalb kommt es zu einer zeitlichen Verschiebung von etwa drei bis vier Wochen."

Pilze mögen es feucht, mit angenehmen Temperaturen. Nur dann können sie sich optimal entwickeln. "Nach einem ausgiebigen Landregen dauert es immer noch ein bis zwei Wochen, bis sich der schmackhafte Fruchtkörper ausbildet", sagt der Experte. Er hofft jetzt ganz dringend auf Regen. Denn davon hängt der weitere Verlauf der Pilzsaison in Thüringen ab.

Läuft alles gut, kann es sich lohnen, bis in den ersten Frost hinein auf Pilzsuche zu gehen. Denn gerade auch die typischen Herbstpilze, wie der Lilastielige Rötelritterling, der Frostschneckling, die Herbsttrompete oder auch das Stockschwämmchen, ergeben sehr schmackhafte Gerichte.

In Thüringen gibt es mehr als 4000 Pilzarten, davon sind etwa 300 essbar. Gesammelt werden etwa 50 Arten.

Tipps für Pilzsucher
• Nur Pilze mitnehmen, die man wirklich kennt.
• Bei Unsicherheiten Pilzsachverständige aufsuchen. In Thüringen gibt es 60 Experten.
• Den Steinpilz nicht mit dem Gallenröhrling verwechseln! Er kann ein ganzes Gericht ungenießbar machen. Erkennungszeichen sind: rosa Röhren und grünlicher Stiel mit einem schwarzen Netz.
• Giftigster Pilz in Thüringen: Grüner Knollenblätterpilz.
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