Die Formel des Herzens kennt Dr. Werner Neundorf

Das fraktale Herz (Foto: Dr. Werner Neundorf)
 
Die Herzkurve

Dr. Werner Neundorf hat eine große Leidenschaft: Die Welt der Zahlen. Und ganz freimütig gesteht der Ilmenauer: „Die Mathematik ist meine große Liebe - natürlich nach meiner Frau.“ Der Mathematiker liebt es, sich immer wieder neuen Problemen zu stellen. „Die Welt ist voll von Gesetzmäßigkeiten. Also versuche ich mit Formeln den Dingen auf den Grund zu gehen. Warum nicht auch bei der Liebe?“, erklärt Dr. Werner Neundorf. Eine Formel dafür hat der Mathematiker allerdings noch nicht entdeckt. „Ich glaube, hier stößt die Mathematik an ihre Grenzen. Es gibt einfach zu viele emotionale, scheinbar nicht fassbare Phänomene und Unbekannte. Aber das ewige Symbol der Liebe, das Herz, lässt sich sehr gut mathematisch beschreiben."

Das geometrische Herz

Für ein wunderschönes Herz werden Zirkel und Lineal benötigt. Zuerst wird ein Quadrat gezeichnet. Oben und rechts wird je ein Halbkreis angesetzt. Zum Schluss wird das Ganze auf die Spitze gestellt – und fertig ist das Herz.

Das fraktale Herz

Fraktale sind mathematische Objekte, die entstehen, wenn beliebig oft sogenannte Ähnlichkeitsoperationen für eine einfache geometrische Figur ausgeführt werden. Somit entstehen selbstähnliche Gebilde – ein beliebig kleiner Ausschnitt ist ähnlich zum Ausgangsobjekt. Das Zeichnen der Figuren erfolgt als grafische Darstellung von entsprechenden Mengen. So entstehen am Computer sehr formenreiche, bunte geometrische Gebilde.

Die Herzkurve

Auf der Außenseite eines festen Kreises rollt ein weiterer Kreis mit dem gleichen Radius ab. Dabei wird nur ein bestimmter Punkt P auf dem abrollenden Kreis betrachtet. Dieser beschreibt eine Herzkurve – in der Sprache der Mathematiker wird diese Kardioide genannt.

Das analytische Herz

Mit Kurvenstücken der Sinus-Funktion und ihrer Umkehrfunktion sowie Kreisbögen lässt sich ebenfalls ein Herz zu konstruieren. Eine weitere Funktion für eine Herzform ist (x²+y²-1)³ = x²y³

Das Tangram Herz


Tangram-Spiele bestehen aus einfachen geometrischen Figuren. Daraus lässt sich auch ein Herz formen. Aus farbigem Karton ist es schnell nachzubauen – um die Liebste oder den Liebsten mit einem kniffligen Rätsel zu überraschen.

Das Origami-Herz

Quadrat und Halbkreis bilden die Grundfigur, benötigt in doppelter Ausfertigung. Zwei Scherenschnitte mittig setzen und beide Teile zusammenfügen. Fertig ist das Herz.

Das Stickerei-Herz

Der Umfang eines Kreises wird in 40 gleiche Teile geteilt und durchnummeriert. Jetzt verbindet man mit Nadel und Faden durch eine Linie den Punkt mit der Nummer n und den Punkt mit der Nummer, die sich als Rest der
Division der Zahl 2n durch 40 ergibt. Die entstehenden Strecken beschreiben die Begrenzung einer Herzkurve (Kardioide), das heißt sie sind die Tangenten.
Stickanleitung:
Also 1 mit 2 (als Rest der Division von 2 mal 1 durch 40),
2 mit 4,...,
10 mit 20, ....,
19 mit 38 (als Rest der Division von 2 mal 19 durch 40),
20 mit 0, 21 mit 2,....,39 mit 38.
Verbindung 0-1 und 0-39 (rote Striche) zusätzlich eingetragen.


Buchtipp:
Privatdozent Dr.Werner Neundorf veröffentlichte 2014 sein Mathematikbuch für alle, die Spaß an mathematischen Knobeleien haben:
Die Mathematische Zauberkiste“, 400 Seiten, farbig, ISBN 978394264603-1, Unicopy Campus Verlag Ilmenau, 22,22 Euro
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4 Kommentare
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Petra Wolf aus Gotha | 15.02.2016 | 10:06  
Ines Heyer aus Saalfeld | 15.02.2016 | 10:51  
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Petra Wolf aus Gotha | 15.02.2016 | 11:42  
Ines Heyer aus Saalfeld | 15.02.2016 | 11:47  
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