Nur eine Frage: Warum haben Gartenzwerge eine rote Mütze, Herr Griebel?

Mit einer roten Mütze und einem grauen Bart kam der Gartenzwerg, der damals noch Gnom genannt wurde, 1874 in Gräfenroda zur Welt. Er wurde aus Ton gefertigt und war eigentlich eine Nachbildung der Bergmänner aus Vorzeiten. Diese trugen eine Zipfelmütze aus Leder mit roter Farbe. Das war eine Vorstufe des heutigen Bergbauhelmes. Sie bedeckte nicht nur den Kopf, sondern schützte auch den Hals und die Schultern. Die Mützenspitze war teilweise geknickt, da durch das Eintreten in den Stollen die Standhöhe nicht gegeben wäre. Die Farbe Rot war sehr wichtig, damit sich die Bergleute in dem schwachen Kerzenlicht im Stollen gegenseitig gut erkennen konnten.

Deswegen haben die ersten Gnome aus Ton nicht nur eine rote Mütze, sondern auch eine Lederschürze und eine Schaufel, Spitzhacke, Laterne oder Schubkarre dabei. Freundlich geschaut haben diese nicht. Der Gesichtsausdruck war eher düster und gezeichnet von der schweren Arbeit unter Tage. Erst später kehrte ein Lächeln in ihr Gesicht zurück. Heute gibt es Zwerge mit Mützen in vielen Farben, wie weiß, grün oder gelb.

In deutschen Gärten stehen etwa 25 Millionen Gartenzwerge. Die rote Zipfelmütze hat hier noch einen ganz praktischen Nutzen: Damit ist der Gartenzwerg gut sichtbar und kann nicht vom Rasenmäher überfahren werden.
Gesprächspartner: Reinhard Griebel, Urenkel vom Firmengründer Philipp Griebel aus Gräfenroda. Nach alten Traditionen und Vorlagen fertigt er heute noch Gnome und Gartenzwerge.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige