Nur eine Frage: Warum haben Tunnel Kurven und Steigungen?

(Foto: Karl Merkel/Pixelio.de)
Es antwortet Gerhard Wahl, Dezernatsleiter, Landesamt für Bau und Verkehr in Thüringen, Zentrale Betriebsleitstelle, Elektro- und Kommunikationstechnik in Zella-Mehlis

Die Lage eines Tunnels richtet sich immer nach den örtlichen Gegebenheiten. Es wird dabei versucht, die topographisch günstigste Strecke auszuwählen. Die Geländebeschaffenheit erlaubt oftmals keine geradlinige Streckenführung. Kurven in langen Straßentunneln wirken auch dem "Tunnelblick" entgegen, bewahren Autofahrer somit vor dem Einschlafen und machen Tunnel damit sicherer. Kurven am Ende eines Tunnels haben den Vorteil, das die Autofahrer nicht von Gegenlicht geblendet werden. Natürlich gibt es keine scharfen Kurven, das würde die Fahrdynamik gefährden.

Die Steigungen im Tunnel haben einen ganz praktischen Nutzen – Wasser kann von alleine ablaufen. Die Steigung darf nicht größer als 3 Prozent sein, sonst erfordert dies ein besonderes Lüftungskonzept. Im Rennsteigtunnel liegen wir bei 2 Prozent, im Jagdbergtunnel bei 2,95 Prozent. Zusätzlich zum Längsgefälle gibt es immer eine Querneigung der Straße, damit vor allem gefährliche Flüssigkeiten sofort ablaufen können. Wer genau hinsieht, kann dies an den Verkehrszeichen erkennen, diese befinden sich absolut waagerecht an der Wand.
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