Erfolge kommen nicht von alleine

Der Nachwuchs des Großbreitenbacher Skivereins möchte gerne an die Erfolge der Topathleten anknüpfen. Foto: Andreas Abendroth
Großbreitenbach: Biathlonzentrum "Andrea Henkel" | Biathlonsport in Großbreitenbach

Trainer-Urgestein Helmut Rosenthal erinnert sich

Von Andreas Abendroth

Frau Holle hat es mit dem Schnee rund um das Biathlonzentrum des Großbreitenbacher Skivereins gut gemeint. Die Loipen für die Sportler, welche im klassischen Stil laufen, sind gespurt. Gleich daneben wurde der Untergrund für die Athleten mit Skating-Technik vorbereitet.

Trainerin Sarina Reykowski ist mit dem Nachwuchs auf der „Piste“. Immer wieder gibt sie Hinweise, korrigiert Fehler, gibt Hilfestellungen. Die sieben bis fünfzehnjährigen Mädchen und Jungen sind die Nachwuchssportler im Großbreitenbacher Verein.
„Sie sind aber auch unsere große Hoffnung, um an langjährige Erfolge anknüpfen zu können“, betont Vereinsmitglied Helmut Rosenthal. Natürlich hat das Großbreitenbacher Urgestein dabei Namen wie Herbert Wiegand, Jürgen Grundler, Peter Sendel und Andrea Henkel (jetzt Andrea Burke) im Visier. Alles Sportler, die in Großbreitenbach das Skifahren erlernt, hier die Grundlagen für spätere Olympia- und Welterfolge mit auf den Weg bekommen haben.

„Alles begann 1964. Damals wurde beim ASK in Oberhof ein Plan erarbeitet, um die Nachwuchsarbeit in den Nordischen Disziplinen und im Biathlonsport zu intensivieren. Dabei kam auch Großbreitenbach ins Gespräch“, erinnert sich Rosenthal.
Der ehemalige Sportlehrer und Mitstreiter machten sich ein Jahr später – 1965 – daran, in der Sektion Ski Großbreitenbach den Biathlonsport zu integrieren. „Die ersten Übungsleiter waren damals Dieter Tscherwitschke, Heinz Martin, Klaus Wiegand, Klaus Müller und ich“, erzählt er.

Begonnen hat man den Biathlonsport mit rund fünfzig Kindern und Jugendlichen. „Damals konnte man den Nachwuchs schneller für den Sport im Allgemeinen und für den Biathlonsport – als neue Sportart – begeistern. Es gab noch nicht das Überangebot an Technik, mit welchem heute die junge Generation lieber ihre Freizeit verbringt“, resümiert Rosenthal.

Auch wird heute wird den Übungsleitern viel Idealismus abverlangt. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Eltern. Sie müssen unbedingt mitziehen. „Ideal wäre es, die Jüngsten bereits im Kindergartenalter zu motivieren, damit sie später den Spaß nicht verlieren und dem Sport treu bleiben.“ Dabei spielen Vorbilder eine sehr große Rolle. Sie wirken nachhaltig. Sind Ansporn und Ziel. „Weltklasse Sportler sind aber nicht nur diejenigen, welche immer ganz oben auf dem Treppchen stehen. Aus unserem Verein kamen auch viele Athleten, die in der zweiten Reihe standen. Auch sie haben Erfolge erkämpft, den Biathlonsport nachhaltig geprägt, Großbreitenbach als Wintersportzentrum über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht.“
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