Gelebtes Brauchtum: Waldfest am 12. Juli am Keynhaus in Oehrenstock

Wann? 12.07.2014

Wo? Keynhaus, 98704 Langewiesen DE
Das Keynhaus hat eine ganz markante Dachform und wird im Volksmund deshalb "Stahlhelm" genannt. Ottmar Heinze und Helmer Schneider werden zum Waldfest zeigen, wie unsere Vorfahren im Wald gearbeitet haben.
Langewiesen: Keynhaus | Für das Dorf Oehrenstock (Ortsteil von Langewiesen) hatte der Wald schon immer eine große Bedeutung. Er gab Arbeit, Holz und Früchte und diente zum Teil als Weideland. Deshalb wird am 12. Juli am Keynhaus - im Volksmund wegen seiner außergewöhnlichen Dachform auch „Stahlhelm“ genannt - das zweite Waldfest gefeiert, organisiert vom Heimatverein Oehrestock. Dieter Bernet, Ottmar Heinze und Helmer Schneider haben als Organisationsteam an der ehemaligen Waldarbeiterunterkunft aus dem Jahr 1919 einiges auf die Beine gestellt. Gemeinsam haben sie zehn Gründe zusammengetragen, die diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis im Wald werden lassen.

1. Ottmar Heinze aus Oehrenstock hat das Keynhaus im Jahr 2000 mit einem Companion gekauft, modernisiert und aufgearbeitet. Nach vielen Jahrzehnten als Ferienheim eines Betriebes war es für die Einwohner nicht zugänglich. „Mir ist wichtig, dass das Haus jetzt wieder zu unserem Ort zurückgekehrt ist.“

2. Es wird gefeiert von 11 bis 17 Uhr – in diesem Jahr den 95. Geburtstag des Waldhauses. Vor fünf Jahren hatte man schon den 100. vorbereitet. Kurz vor den Feierlichkeiten ergaben Recherchen, dass man sich um 10 Jahre verrechnet hatte. Gefeiert wurde 2009 trotzdem. Diese Tradition soll jetzt alle fünf Jahre fortgeführt werden.

3. Es ist eine gute Möglichkeit, wieder einmal wandern zu gehen. Der vier Kilometer lange Fußmarsch vom Ort zum Keynhaus führt auf dem Fürstenweg entlang, einem gut ausgebauten Wanderweg. Parkplätze befinden sich am Sportplatz Oehrenstock. Von hier aus ist auch ein kleiner Shuttlebus unterwegs – vor allem für ältere und gehbehinderte Menschen.

4. Die Bedeutung des Waldes wird von verschiedenen Partner gezeigt: Forstamt Frauenwald, NABU Ilm-Kreis, Jägerschaft Ilmenau, Förderverein des Biosphärenreservates Vessertal und weiteren. Lars Schneider zeigt das „Grüne Klassenzimmer“ aus dem Schülerfreizeitzentrum Ilmenau und hat Felle, Geweihe, Gebisse und vieles mehr dabei und bietet vielfältige Möglichkeiten, sein Wissen zum Thema Wald zu testen.

5. Revierförster Andre Deglau lädt um 13.30 Uhr zu einer einstündigen, geführten Wanderung zum Thema „Waldwirtschaft und Jagd“ ein.

6. Heimatforscher Helmer Schneider wird über die Geschichte des Forstmeisters Arthur Keyn, Erbauer des Waldhauses, berichten und Berufe, die vor 100 Jahren mit dem Wald zu tun hatten, vorstellen: Holzhauer, Harzscharrer, Köhler, Holzrücker, Fuhrmänner und Kulturfrauen – sie haben die kleinen Bäume herangezogen.

7. Mitglieder der Akademischen Altherrenverbindung Keynhausia zu Leipzig, die mit dem Haus auf besondere Weise nicht nur im Namen verbunden sind, werden anwesend sein und sich vorstellen. Seit 38 Jahren trifft sich diese Burschenschaft in jedem November hier.

8. Das Kaffeewasser kommt direkt aus der Quelle unterhalb des Hauses. Das macht ihn besonders aromatisch.

9. Für die musikalische Unterhaltung spielt unter anderem ein Alphornbläser auf - Burkhard Zentgraf aus Oehrenstock. Weiterhin werden Jagdhornbläser und die Blaskapelle Oehrenstock für Unterhaltung sorgen.

10. Es ist eine garantiert fußballfreie Zone. Strom kommt nur aus einem Notstromaggregat und dient zum Kühlen der Getränke und für die musikalische Unterhaltung.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 09.07.2014 | 13:32  
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Renate Jung aus Erfurt | 09.07.2014 | 13:53  
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