Einstellungssache – Jobs für Eltern

Einstellungssache – Jobs für Eltern

Aktionstag im Jobcenter setzte Zeichen


Familie ist für Kinder elementar, um Kompetenzen zu entwickeln, Wärme und Werte zu erfahren. Dazu zählt auch der Wert der Arbeit. Kinder sollten sehen, dass es der Normalfall ist, dass über das Erwerbseinkommen eine Familie unterhalten wird.
Für zahlreiche Kinder aus der Grundsicherung hat mit dem Schulbeginn ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Diesen Startschuss wollen wir auch für deren Eltern nutzen.
Deshalb führten die Jobcenter am 03. September bundesweit einen Aktionstag unter dem Motto „Einstellungssache – Jobs für Eltern“ durch. Mit verschiedenen Aktionen rücken sie ins-besondere arbeitslose Eltern mit Hartz-IV-Hintergrund in den Fokus. Im Jobcenter Saale-Holzland-Kreis entschloss man sich, mit Bewerbungsunterlagen dieser Menschen gezielt auf Arbeitgeber zuzugehen. Dabei wurden rund 20 Arbeitgeber aus vielen verschiedenen Bran-chen besucht. Die Mitarbeiter des Jobcenters hatten 20 Bewerbungsunterlagen für die Berufe Lager- und Transportarbeitern, Küchenpersonal, Altenpflegehelferin, Bürokauffrau bis hin zum Berufskraftfahrer und Verkäuferin im Gepäck.

„Im Gespräch mit den Arbeitgebern haben wir die Fachkräfte von morgen vorgestellt, Bedenken diskutiert und ihnen die Vorteile dieser motivierten Eltern nahegebracht“, so Erika Hinterland, Beauftragte für Chancengleichheit im Jobcenter Saale-Holzland-Kreis.
Eltern sind oftmals eingeschränkt in ihrer Arbeitszeit, da sie die Kinderbetreuung absichern müssen. Ein recht gut funktionierendes Netz der Kinderbetreuung in den üblichen Zeiten zeichnet unseren Landkreis aus. Das Gesetz des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung, den jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr hat, erleichtert den Wiedereinstieg in das Berufsleben. Sicher sind Schicht- und Wochenendarbeit schwierig, aber im Gespräch mit dem Arbeitgeber ergeben sich manchmal organisatorische Möglichkeiten in den Unternehmen, wo Fachkräfte mit den eingeschränkten Arbeitszeiten neu eingestellt werden können.


Erika Hinterland zieht am Ende des Aktionstages ein positives Resümee. „Die besuch-ten Arbeitgeber waren sehr aufgeschlossen. Wir trafen konkrete Absprachen, verein-barten für unsere Kunden im Unternehmen Vorstellungstermine und Praktikumsmög-lichkeiten zur Erprobung. Ein sehr soziales Umdenken ist bemerkbar. Viele Firmen stimmen sich auf Familien ein und bieten in kleinen Schritten eine gezielt familien-freundliche Personalpolitik an. So ist es keine Seltenheit mehr, dass Mitarbeiter re-gelmäßig qualifiziert werden, dass es sogenannte „Muttischichten“ gibt oder auch Teilzeitregelungen für junge Eltern.“
Speziell die Alleinerziehenden und Familien mit Kindern stehen immer im Blickfeld des Job-centers! Der Aktionstag sollte diese Arbeit in den Fokus rücken. Bundesweit wurde so auf das Potential dieser Menschen aufmerksam gemacht und Arbeitgeber sensibilisiert.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige