Maßnahmestart „Perspektiven für junge Flüchtlinge – PerjuF“ in Jena

Ziel: Integration in Ausbildung zum Start des neuen Ausbildungsjahres

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Menschen, die vor politischer Verfolgung nach Deutschland geflohen sind und hier politisches Asyl bzw. die Gewährung internationalen Schutzes beantragt haben, auch in Jena spürbar. Ein großer Teil der Flüchtlinge ist jünger als 25 Jahre, teilweise auch noch minderjährig und ohne Eltern eingereist. Nun heißt es, diese Menschen sowohl in den Ausbildungsmarkt, als auch in die Gesellschaft zu integrieren. Aus diesem Grunde wurde ein speziell auf die derzeitige Situation abgestimmtes Instrument neu entwickelt: Perspektiven für junge Flüchtlinge – PerjuF. Maßnahmestart war der 18. April. Ziel ist es, den jungen Flüchtlingen Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem zu geben, ihnen ausreichende Kenntnisse über Zugangswege, Aufbau und Funktionsweise des deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zu vermitteln, damit sie eine eigenständige Berufswahlentscheidung treffen können und vorrangig eine Ausbildung aufnehmen.

Derzeit sind 28 junge Menschen in der PerjuF-Maßnahme. Um Berufe kennen zu lernen, durchlaufen sie die Bereiche Holz, Metall, Farbe und Hauswirtschaft beim Internationalen Bund. Zeitgleich erhalten sie weiteren Sprachunterricht, bekommen Einblicke in den Bewerbungsprozess, lernen, wie man eine passende Ausbildungsstelle findet und sich auf diese bewirbt. Im zweiten Schritt werden sich Praktika anschließen, die vielleicht schon den Weg in eine Ausbildung ebnen.
„In der Maßnahme verknüpfen wir Berufsorientierung, Sprachkurs, Bewerbungstraining und Praktika. Diese Kombination halte ich für sehr erfolgversprechend. In sechs Monaten können sich die Jugendlichen nun intensiv vorbereiten und bestenfalls im September, mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres, eine Lehre beginnen“, so Birgit Becker, Leiterin der Agentur für Arbeit Jena.

„Die meisten Flüchtlinge, die im Laufe des letzten Jahres zu uns gekommen sind, zeigen sich sehr motiviert, in Deutschland zu arbeiten, um sich hier ein neues Leben aufzubauen. Wir sehen es als unsere Aufgabe als Jobcenter an, durch Ausbildung, durch Praxis und durch Kontakte zu ortsansässigen Firmen diese Motivation aufzunehmen und zu fördern. So kann eine gute Integration gelingen. Wir sollten alles dafür tun, die Menschen, die sich in unserem Verantwortungsbereich befinden, im Rahmen der gesetzlich gegebenen Möglichkeiten zu fördern, um sie für unsere Region als fruchtbringende Ergänzung zu gewinnen. Dazu gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen und Möglichkeiten. PerjuF ist speziell für die Förderung der aussichtsreichen Eingliederung Jugendlicher in die deutsche Berufsbildungslandschaft angelegt. jenarbeit wird sich mit der Zuweisung und Finanzierung von 4 Plätzen im engen Kontakt mit dem Träger bis Mitte 2017 beteiligen“, sagte Eberhard Hertzsch, Geschäftsführer jenarbeit.
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