20 Jahre Theaterhaus Jena

Jena: Theaterhaus | „Es regnet“, sagt Rainald Grebe mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Gerade hat er zusammen mit ehemaligen Theaterhauskollegen das Thüringenlied gespielt und anschließend noch die Zugabe „Theater, Theater“. Es ist der 3. Dezember und auf dem Theaterhausvorplatz in Jena stehen so viele Menschen, wie sonst nur zu den Konzerten der Kulturarena. Sie feiern ihr Theaterhaus, das gerade 20 Jahre geworden ist. Zwei Dinge werden klar, das Wetter muss im Dezember nicht schlechter sein als im Sommer. Am Tag zuvor war Rock-gegen-Rechts und die hatten auch Glück. Und der Regen kann auch mal zur richtigen Zeit kommen, jetzt wo es schon nach 22.00 Uhr ist, die Nachbarn sich bei der Polizei beschweren könnten und die Künstler eigentlich schon lange feiern wollten oder zumindest mal nachschauen, ob die übrigen Gäste etwas vom Buffet übrig gelassen haben.

17.00 Uhr trafen sich die geladenen Gäste, Mitarbeiter aus vier Theaterhaus Generationen mit Angehörigen, sowie Menschen aus Politik und Gesellschaft, die sich über die Jahre eingesetzt haben, damit das Haus überlebt und sich entwickeln konnte. Eigentlich war es klar: Video-Rückschau, Glückwünsche, Reden, Gespräche und Anekdoten – das war nicht in ein, zwei Stunden zu bewältigen. Für die ehemaligen Theaterhaus-Künstler, die ein Programm für die Besucher auf dem Theatervorplatz zusammengestellt hatten, ging es ohne Pause weiter. Renè Marik, ein Schauspieler aus der 2. Generation, füllt mit seiner Puppenshow „Autschn“ mittlerweile große Hallen. Maulwurf und Frosch begeisterten auch die Fans auf dem Theatervorplatz. Marik will nächstes Jahr übrigens aufhören mit der Show, steht auf seiner Internetseite.
Ausgesprochen schön war es, Susanne Jansen wieder zu erleben, die stimmgewaltigste unter allen ehemaligen Theaterhausschauspielern, die es dank ihrer Aura innerhalb von Sekunden schafft, die Zuschauer in ihre Musik-Show zu ziehen. Sandra Hüller, bundesweit bekannt durch ihre Rolle in dem Film Requiem, zog ihre Fellmütze aus dem Stück Ladenhüter auf und sang: „This was the time of my life“. Claudia Bauer, künstlerische Leitung der 2. Generation und Frank Benz, der jetzt am Theater in Magdeburg engagiert ist, improvisierten dazu Dirty Dancing. Einige Statisten aus den Kulturarena-Eröffnungsspektakeln erschienen mit ihren Kostümen auf der Bühne.

Die Party mit Musik von Los Bandidos und anschließender Disco auf der Bühne ging bis in die frühen Morgenstunden und seltsam, vier Theaterhausgenerationen, Techniker, Mitarbeiter, Stadtgesichter so zusammen tanzen und trinken zu sehen. Manche Menschen hatten sich mehr als 10 Jahre nicht gesehen.
Ein Klassentreffen, das sich vermutlich erst Backstage für die Künstler so richtig entwickelte zusammen mit einigen alkoholischen Freigetränken, die dort bereit gehalten wurden.
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Hannelore Grünler aus Artern | 17.12.2011 | 02:38  
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