Abenteuer Weltreise: Mit sechs Sinnen rund um den Globus

Nepal oder Bolivien? Nach dieser farbenprächtigen Entdeckung konnte Chris Albrecht sogar den Boden ablecken – der nach Salz schmeckte! Denn hier reiste der 27-Jährige gerade durch die größte Salzpfanne der Erde, die bolivianische Salar de Uyuni. (Foto: Chris Albrecht)
 
Freiheit pur erlebte Chris Albrecht während seiner zehnmonatigen Weltreise. In Cochabamba, Bolivien, sah er im Mai dieses Jahres die größte Jesusstatue „Cristo de la Concordia“ der Welt – sie ist mit 40,44 Metern Höhe (inklusive Sockel) größer als die berühmte Statue in Rio (38m). (Foto: Chris Albrecht)

Chris Albrecht aus Bernterode erkundete 17 Länder in zehn Monaten

Bei seiner ersten Backpacking-Erfahrung in Australien 2011 leckt Chris Albrecht Blut: Bevor der Referendar für Sport und Sozialkunde in seinen Beruf einsteigt und eine Familie gründet, möchte er aussteigen! Gesagt, getan: Am 8. August 2014 fliegt der gebürtige Leinefelder nach Südafrika, startet eine Weltreise und stürzt sich mit all seinen Sinnen in die unterschiedlichsten landestypischen Abenteuer! Die zehnmonatige Reise durch 17 Länder vergeht wie im Flug. Dass die Menschen in vielen Ländern mit wenigen materiellen Dingen glücklicher sind als wir in Deutschland, ist nur eine Erkenntnis, mit der Chris Albrecht Ende Mai 2015 nach Bernterode im Eichsfeld zurückkehrt. Allgemeiner-Anzeiger-Reporterin Anne-Kristin Henker fühlte dem Weltreisenden „auf die Sinne“.

Sehen

Eine zehntägige Tour durch das Himalaya-Gebirge zu unternehmen ist in den seltensten Fällen ein „Erholungsurlaub“. Lawinen und Erdrutsche erschwerten meine Unternehmung zusätzlich, doch die spektakuläre Sicht auf einige 8000er schenkten mir ein einzigartiges Gefühl der Freiheit und die nötige Kraft, um beim nächsten Sonnenaufgang noch näher an die Gipfel zu gelangen. Als ich den Pass überquerte, hatte tatsächlich ein bisschen „Pipi“ in den Augen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so überwältigt, aber das Panorama und auch das coole Miteinander in der Gruppe waren einfach zu schön.

Hören

Unvergesslich: Das Trompeten, Brüllen und Heulen wilder Tiere im Süden Afrikas! Zäune und Absperrungen sind in Botswanas Nationalparks häufig Fremdwörter. Deshalb rieten mir die Ranger, ein Lagerfeuer vor meinem Zelt zu machen, bevor ich mich schlafen lege. Wilde afrikanische Raubkatzen und andere gefährliche Tiere sollen damit auf Abstand gehalten werden. Die Tiere dennoch in unmittelbarer Entfernung zu hören ließ mich dann aber trotz des Feuers sehr lange „Schäfchen zählen“.

Fühlen

Den ultimativen Nervenkitzel spürte ich in einer ehemaligen Silbermine im bolivianischen Potosi. Nachdem ich den dort arbeitenden Kumpel frei auf dem Markt erhältliches Dynamit als „Gastgeschenk“ überreicht hatte, durfte ich bis zu den winzigen Silberadern laufen und kriechen. Dort kann jede Berührung der unstabilen Wände verheerende Folgen haben – zwei Menschen sterben hier im Monat durch Einstürze! Wir ermahnten uns alle gegenseitig, den Kopf beim Kriechen so tief wie möglich zu halten, um die poröse Befestigung nicht zum Einstürzen zu bringen. Erschütternde Druckwellen der Explosionen und damit einhergehendes Herzklopfen gibt es unter Tage inklusive.

Riechen

Sehr eindrücklich für mich: Der starke Schwefelgeruch in den Vulkanen Indonesiens, Nicaraguas und Neuseelands! Der brachte zum Glück nicht mich, doch einige meiner Mitreisenden in den tiefen Kratern zum Übergeben... Ähnlich gewöhnungsbedürftig war der Geruch der Durian-Frucht in Malaysia: Die als „Stinke- oder Käsefrucht“ diffamierte „Delikatesse“ riecht nach faulem Fleisch und ist sogar in Flughäfen, Hotels und U-Bahnen verboten!

Schmecken

Würmer, Frösche und Grashüpfer – sie schmeckten auf Bangkoks berühmter Partystraße, der Khao San Road, gekocht, geröstet oder frittiert gar nicht mal so schlecht. Beim Skorpion und vor allem der Kakerlake musste ich jedoch minutenlang den Chitinpanzer zerkauen, bis ich die „Delikatesse“ herunterschlucken konnte. Da ich nichts mehr zum Nachspülen hatte, blieb der fade Geschmack der Kakerlake länger als gewünscht erhalten...

Übersinnlich...

Im zehntägigen Schweige-Meditationskurs in Indonesien hatte ich während der Vipassana-Meditation das Gefühl, zu fliegen! Auch andere Teilnehmer berichteten mir von Empfindungen, die sie zuvor nur mittels Drogeneinnahme gespürt hatten. Zum ersten Mal erfuhr ich, welche „übernatürlichen“ Dinge möglich sind – selbst für solch einen rationalen Menschen wie mich! Dass ich dabei auch noch unglaublich viel über mich selbst und die wirklich wichtigen Dinge im Leben gelernt habe, hätte ich vorher nie für möglich gehalten: Etwa, dass es sehr gesund ist, ab und zu aus unserer stressigen Leistungsgesellschaft auszubrechen und das Leben viel mehr zu genießen. Oder, wie wichtig Eigenschaften wie Bescheidenheit und Dankbarkeit sind: Die Menschen, die viel weniger Luxus hatten als andere, machten insgesamt einen weitaus glücklicheren Eindruck.


Chris Albrechts rasante Weltreise-Route
Südafrika (3,5 Wochen) – Swasiland (4 Tage) – Namibia (2 Wochen) – Botswana (2 Wochen) – Simbabwe (3 Tage) – Dubai (5 Tage) – Nepal (3 Wochen) – Thailand (3 Wochen) – Malaysia (3 Tage) – Singapur (2 Tage) – Sumatra (2 Wochen) – Java (3,5 Wochen) – Bali (3 Tage) – Neuseeland (8 Wochen) – Hawaii (1 Woche) – Nicaragua (4 Wochen) – Costa Rica (1 Woche) – Peru (2 Wochen) – Bolivien (3 Wochen)

Chris Albrechts Weltreise-Top-11
1. Safaris in freier Natur in Botswana
2. Der extreme Gegensatz dazu in Dubais Prunkwelt
3. Das Bergsteig-Abenteuer in Nepal – inklusive Lawinen
4. Thailands kulinarische „Spezialitäten“: Kakerlaken und Skorpione
5. „Händchen halten“ mit wilden Orang Utans in Sumatras Dschungel
6. Vipassana Meditation mit unbeschreiblichen Empfindungen in Java
7. Neuseelands großartige Natur à la „Herr der Ringe“
8. das Arbeiten auf einer Alpaca Farm in Neuseeland
9. Schwimmen mit Walen und Riesenschildkröten auf Hawaii
10. Das mystische Dorf Machu Picchu in Peru
11. Die surreale Natur in und um den größten Salzsee der Welt in Bolivien


Ausführliche Berichte über alle Abenteuer von Chris Albrecht können – illustriert mit vielen Bildern – auf seinem Blog nachgelesen werden.
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