Akademische Konzerte einst in "Rosensälen"

Die "Rosensäle"
Jena: Fürstengraben | Vielleicht 250 Jahre ist es jetzt her, als musikalische Jenaer Universitätsprofessoren Geld für einen Konzertsaal sammelten. Bald war der akademische "Rosensaal" gefunden, wo seitdem die akademischen Konzerte veranstaltet wurden.
Tief beeindruckt schlendere ich immer mal wieder durch Jenas Innenstadt. So viele unvergessene Naturwissenschaftler, Verleger, Mediziner, Philosophen, Schriftsteller, Komponisten und Musiker haben in unserem "lieben närrischen Nest" (Zitat von Goethe) gearbeitet oder haben sich hier zumindest über Monate oder sogar über Jahre aufgehalten. An den Hauswänden angebrachte Schilder sorgen dafür, dass das Wirken dieser berühmten Leute nicht vergessen wird.
Der Komponist Carl Stamitz leitete die Akademischen Konzerte und versuchte zudem, in Jena Gold herzustellen. Der Komponist Robert Schumann erwarb an der Universität den Doktortitel ("Doctor philosophae") als Auszeichnung " für seine schöpferische Begabung, Gelehrsamkeit und Tüchtigkeit", wie dem online- Auftritt unserer Universität zu entnehmen ist; seine spätere Frau, die Pianistin Clara Wieck trat zwei mal in den Rosensälen auf. Die Musiker Hans von Bülow, Max Reger und Franz Liszt wurden in Jena zu Ehrendoktoren ernannt. Franz Liszt hatte die Akademischen Konzerte jahrzehntelang unterstützt. Sein erstes Konzert war ein ganz besonderes: Der weltberühmte Musiker und Komponist spielte in den Rosensälen zugunsten der Kleinkinderbewahranstalt Jenas. Die damalige Einrichtung im Zentrum war ein Vorläufer der Kindergärten. Alle 6 Musiker- Gedenktafeln sind neu an der Hauswand der Rosensäle angebracht worden.
Galerie von Skulpturen
Der Fürstengraben hat zusätzlich auf seiner südlichen Seite eine Galerie von Skulpturen zu bieten. Generationen von Stadtvätern haben sich immer wieder mit dem Gedenken an berühmte Persönlichkeiten beschäftigt und Wege gefunden, der Ehrerbietung und Anerkennung; dem Dank der Jenenser Bevölkerung Ausdruck zu verleihen. Durch sie ist Jena das geworden, was es heute ist: „Ort der Vielfalt“ (diesen Titel erhielt unsere Stadt 2009 von der Bundesregierung verliehen).
Die Akademischen Konzerte finden vermutlich seit der Fertigstellung des Universitätshauptgebäudes (UHG) am Fürstengraben 1 zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Aula des UHG statt. Die Rosensäle wurden später für Tanz- und Theaterveranstaltungen, als Kaufhaus und nach dem 2. Weltkrieg als Magazin und Lesesaal genutzt. Die "Akademische Orchestervereinigung" ist heute eines von zwei Laien- Sinfonieorchestern unserer Stadt (zusammen mit dem "Carl Zeiss Sinfonieorchester").
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