Anschlussfinanzierung für KuBuS ist gesichert

Offen, generationenübergreifend, (inter)kulturell und sportlich: Nach erfolgreichem Start wollen Astrid Horbank, Sandra Huwe, Robert Barczyk und Iwo Laue vom Komme e.V. den KuBuS als attraktiven Stadtteil-Treffpunkt fortentwickeln (v.li.).
Im Lobedaer Begegnungszentrum KuBuS eingangs der Theobald-Renner-Straße in Lobeda West dreht sich dieser Tage (fast) alles ums Kino.

Heute und in den nächsten beiden Wochen ist jeweils am Mittwochabend das Jenaer Kurzfilmfestival cellu l'art zu Gast. Ab 16. März sind unter dem Motto „Vier Filme an vier Tagen“ Beiträge aus der bundesweiten Filmreihe „ÜberMut“ der „Aktion Mensch“ angekündigt. Und Ende Januar flimmerten bereits außergewöhnliche Streifen über die Leinwand, als sich das „Festival des gescheiterten Films“ die Ehre gab. Fehlte eigentlich bloß noch, dass über den KuBuS selbst ein Spot gedreht würde. Wäre das der Fall, die Regisseure hätten im Moment allen Grund, eine filmische Erfolgsgeschichte zu erzählen. Jedenfalls hat das Haus, dass Anfang Mai vorigen Jahres nach umfassender Sanierung im Gebäude des 2004 geschlossenen Jugendclubs Impuls eröffnet wurde, einen mehr als veritablen Start hingelegt und kann sich – im Filmgeschäft wie im realen Leben ein zentraler Aspekt – in den nächsten drei Jahren auf eine gesicherte Finanzierung stützen. Für ein 290.000 Euro-Paket für den Weiterbetrieb des KuBuS gab es jetzt „grünes Licht“, wobei zwei Drittel der Gelder aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ fließen, aus dem bereits zuvor ein Großteil der Gelder für Umbau und Neustart des Gebäudes stammten.

Über 700.000 Euro waren unter Federführung des städtischen Eigenbetriebs Kommunale Immobilien in den Jahren zuvor bereits in den Plattenbau und die vollkommene Neugestaltung des umliegenden Sportareals investiert worden und haben sich jetzt als gut angelegtes Geld erwiesen. „Befürchtungen, dass wir keine nachhaltige Finanzierung des Projekts hinbekommen, haben sich damit nicht bestätigt“, gaben sich KIJ-Chef Thomas Dirkes und Bürgermeister Frank Schenker unisono darüber erfreut, wie im Falle des KuBuS Stadtentwicklung und Sozialplanung in gelungener Weise ineinandergreifen.

Dafür gesorgt, dass bis dato neben all den Infrastrukturinvestitionen auch das inhaltliche Konzept des KuBus als generationenübergreifendes Zentrum für Kultur, Begegnung und Sport aufgegangen ist, hat in den letzten anderthalb Jahren ein junges, engagiertes Team des Komme e.V. Was dessen Vorsitzende Astrid Horbank mit dem treffenden aber doch etwas sperrigen Begriff der „Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit“ beschreibt, holen Sandra Huwe, Robert Barczyk und Iwo Laue gemeinsam mit jeder Menge Kooperationspartnern allwöchentlich ins und ans Haus: da gibt es Lesungen für junges und junggebliebenes Publikum, Schach- und Spielangebote, Elterntreffpunkt, Theater-, Gesangs- und Tanzproben, die Kinderakademie und im Bandprobenraum ordentlich was auf die Ohren. Platz und Freiraum bietet das Haus für Projekte der Schulsozialarbeit, die Generationenwoche, die Irischen Tage oder für selbst kreierte Begegnungsangebote wie die regelmäßigen „Feuerabende“ mit geselligem Beisammensein an Lagerfeuer und Grill, dem Osterfest oder dem Jahresabschlussspektakel „Lasst Lobeda leuchten“ mit Lampionumzug und Feuerkunst. „Gegenüber 2009 haben wir die Zahl an Veranstaltungen und Gästen verdoppelt, 2010 bereits fast 16.000 Besucher gezählt“, verweist Robert Barczyk darauf, wie gut der KuBuS von den Lobedaern angenommen wird. Gut eingespielt hat sich Astrid Horbank zufolge auch die Kooperation mit anderen Trägern und Einrichtungen vor Ort. Wie bisher wolle der KuBuS vor allem auch dort weiter aktiv werden, wo sich im Stadtteil noch Lücken auftun, weshalb etwa ein weiterer Ausbau bei den interkulturellen Angeboten ins Auge gefasst sei.

Während das KuBuS-Team nun die nächsten drei Jahre das Haus gemeinsam mit den Einwohnern weiter mit Leben füllen kann, treibt Bürgermeister Frank Schenker bereits die Frage nach der Beispielwirkung des Kultur- und Begegnungszentrums für andere Stadtteile um: Gut möglich etwa, so seine Überlegung, dass auch die Winzerlaer gern einen solchen „Würfel“ haben wollen. (AK)
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