Aus Wolle und Watte: Häkeltiere von Juliane Stiebritz gibt es zum Weihnachtsmarkt in Jena-Lützeroda

Wann? 05.12.2015 14:00 Uhr

Wo? Lützeroda, 07751 Jena DE
Juliane Stiebritz mit ihren Häkeltieren.
 
Lauter lustige Gesellen - gehäkelt mit Nadelgröße 2,0.
Jena: Lützeroda |

Bilanzbuchhalterin Juliane Stiebritz entspannt beim Häkeln. Der Beruf lässt sie dabei trotzdem nicht ganz los. Denn auch bei der Handarbeit muss sie Maschen zählen. Heraus kommen lustige Häkeltiere: Frösche, Schweine, Füchse, Bären - und in der Vorweihnachtszeit natürlich auch Elche. Ihrem kleinen Zoo präsentiert sie am 5. Dezember zum Weihnachtsfest im Rundlingsdorf Lützeroda, einem Ortsteil von Jena.


Zur Entspannung braucht Juliane Stiebritz zwei Dinge: Wolle und eine Häkelnadel. Deshalb hat sie beides auch fast immer dabei. Sogar bei der Abfertigung am Flughafen, was durchaus zu Diskussionen mit Zollbeamten führen kann.

Experimente mit Garn und Nadel


„Ich habe schon immer gern Handarbeiten gemacht“, erinnert sich die junge Frau aus Lützeroda bei Jena. Aber so richtig infiziert hat sie sich mit dem Handarbeitsvirus erst vor gut fünf Jahren. Nach anstrengenden Prüfungen zur Bilanzbuchhalterin belohnte sie sich selbst mit einem Buch. Darin wurde beschrieben, wie man Tiere häkeln kann. „So richtig bin ich mit der Anleitung aber nicht zurecht bekommen“, gibt sie zu. Also hat sie selbst mit Nadel und Wolle experimentiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zwölf Tiere gehören mittlerweile zu ihrem Repertoire: Ente, Hase oder Esel natürlich. Hinzu kommt der Fuchs. Dieser entwickelt sich derzeit zur Trendfigur, nicht nur unter den Häkelfiguren. „Er ist die neue Eule“, erklärt der Handarbeitsprofi schmunzelnd. In der Vorweihnachtszeit gesellen sich auch Elche zur Wollfamilie. Die Tiere gestaltet Juliane Stiebritz in unterschiedlichen Größen und sogar als Schlüsselanhänger. Immer kommt Neues hinzu. In diesem Jahr sind es kleine Schneemänner mit Styroporkugelbäuchen, die sich gut eignen, um winterliche Blumensträuße aufzupeppen.

Füllwatte gibt Form und Charakter


„Die Grundform der Tiere ist immer gleich“, verrät Juliane Stiebritz. Form und Charakter bekommen ihre Gesellen erst durchs „Ausstopfen“. Dafür verwendet sie zumeist Puppenfüllwatte. „So lassen sich die Figuren auch mal waschen.“

Auch beim Werkzeug ist sie minimalistisch. „Ich häkle fast alles mit Nadeln in der Größe 2,0. Die sorgen für feste Maschen.“ Die Nadeln stammen aus dem Handarbeitskorb der Oma. Sie sind noch ohne gummierte Griffe. Moderne Nadeln sind ihr zu leicht. Bei der Wolle schwört sie auf Polyacrylgarn: „Auch ein Tipp von Oma. Das Garn ist pflegeleicht und weich.“

Die ganze Familie macht mit


Ihre Handarbeit ist durchaus auch eine Familienangelegenheit. „Bei mir werden alle mit eingespannt“, so Juliane Stiebritz. Die Oma strickt für so manches Getier die Kleidung. Die Mutter übernimmt, wenn Näharbeiten gefragt sind. Und der Vater hat ihr ein Holzregal gebaut. Mit diesem kann sie ihre Häkeltiere auf Kreativmärkten präsentieren. Denn diese besucht sie seit gut zwei Jahren immer wieder gern. Dort kann man die eigenen Bastelarbeiten nicht nur verkaufen, sondern mit anderen Handarbeitern ins Gespräch kommen.

Auch nach fünf Jahren hat Juliane Stiebritz noch nicht genug von der Häkelei. Im Winter vorm Fernseher, im Urlaub am Strand – im Hobby findet sie Entspannung. Auch wenn das Berufliche immer ein bisschen mitspielt. „Beim Häkeln habe ich ebenso mit Zahlen zu tun. Schließlich muss man die Maschen zählen“, erklärt sie. Auch das makellos Aussehen ihre Tiere erklärt sie mit dem Job: „Beim akkuraten Arbeiten schlägt der Buchhalter durch.“

TERMIN

5. Dezember, ab 14 Uhr: Weihnachtsmarkt in Lützeroda mit vielen kreativen Angeboten,
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