Das Helle und das Dunkle - Barbara Neuhäuser stellt im Botanischen Garten aus

Künstlerin Barbara Neuhäuser mit ihrer Holzinstallation "Scheugewächse" im Botanischen Garten. Fotos: Bernd Hausdörfer
JENA. In eine grüne Kunsthalle hat sich der Botanische Garten der Universität verwandelt. Auf Schritt und Tritt begegnen die Besucher den Kunstobjekte von Barbara Neuhäuser aus Gröben - dunklen und hellen Skulpturen aus Holz oder Stein. „Skulpturen ist für mich nicht das richtige Wort“, meint Jürgen Conradi vom Jenaer Kunstverein, der gemeinsam mit dem Botanischen Garten diese Exposition veranstaltet. „Ich möchte sie Geschöpfe nennen, weil sie wie belebt zu sein scheinen. Sie wirken einerseits fremd, wie Wesen von außen, andererseits so, als seien sie hier gewachsen“, beschreibt Conradi das „schizophrene“ Gefühl, das ihm beim Betrachten der Werke in dieser interessanten Umgebung befällt.

Für Barbara Neuhäuser ist der Platz, an dem ihre Werke gezeigt werden, von ganz entscheidender Bedeutung. „Man muss sich auf die Räume, auf die Orte einlassen können“, erklärt die Künstlerin ihre Intention. In der langen Vorbereitungszeit auf die Ausstellung hat die Künstlerin dieses „Einlassen“ sehr intensiv praktiziert. Zu verschiedenen Jahreszeiten besuchte sie den Garten, entwickelte Konzepte zur Art der Skulpturen und den möglichen Aufstellungsorten. So sind mehrere der jetzt zu sehenden Werke auch ganz speziell zu diesem Anlass entstanden. Thematisch teilt Barbara Neuhäuser die Ausstellung in das „Helle“ und das „Dunkle“ ein, was auch in deren Titel „mondphase.feld“ anklingt.

Bei der Auswahl der Standorte wurde viel Wert auf Sichtachsen gelegt, so dass man von einem Objekt aus schon meist die ein oder zwei nächsten entdecken kann. Von den Besuchern wünscht sich die Künstlerin, dass diese ihre Werke einfach wahrnehmen und sich ebenfalls auf sie „einlassen“ mögen, ohne gleich nach Erklärungen zu suchen.

Erfreut über die künstlerische Bereicherung des Botanischen Gartens ist auch dessen wissenschaftlicher Leiter Dr. Stefan Arndt: „Wir veranstalten zwar öfters Ausstellung im ganz kleinen Rahmen in unserer Eingangshalle, eine große Freiland-Ausstellung mit Kunstwerken ist für mich eine absolute Premiere“, sagt Dr. Arndt, der seit 15 Jahren hier tätig ist.
Für die die Besucher des Gartens ist dieses kulturelle Extra kostenfrei, denn es ist nur der normale Eintritt in den Garten zu entrichten.

INFO:
- Ausstellung „mondphase.feld“ von Barbara Neuhäuser
- Botanischer Garten Jena
- Fürstengraben 26
- bis 28. Oktober täglich 10-19 Uhr

TERMIN:
Zum Galerietreff mit Maria Schmid, Ruth Dorsch und Künstlerin Barbara Neuhäuser wird am 30. August um 18 Uhr in den Botanischen Garten eingeladen.
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