Das ultimative Gefühl von Freiheit

Elf Monate lang erlebt die Weimarer Studentin Selina Kiefer die absolute Freiheit am anderen Ende der Welt – dazu gehört auch ein Fallschirmsprung. (Foto: Selina Kiefer)
 
Die atemberaubenden Landschaften Neuseelands – wie hier bei einer Kajaktour auf einem Gletschersee – und vielen herzlichen Begegnungen bescheren der damals 18-jährigen unvergessliche Monate. (Foto: Selina Kiefer)
Die Weimarerin Selina Kiefer folgt ihrem Herzen und verbringt elf Monate in Neuseeland

„Aotearoa – das Land der langen weißen Wolke“, so wird es in der Sprache seiner Ureinwohner, der Maori, genannt, in unseren Breiten „das schönste Ende der Welt“: Neuseeland. Ein Traumreiseland mit seinen schneebedeckten Bergen, goldenen Stränden, Gletschern, Regenwäldern, Vulkanen und endlos scheinenden Weiten, das sich gerade einmal vier Millionen Menschen teilen. Selina Kiefer ist 18 Jahre alt, als sie ihrem Herzen auf die andere Seite der Erde folgt. Ihr Ziel: herausfinden, was Freiheit bedeutet. Einzig das erste Wochenende hat sie vorgeplant. Gerüstet mit einer „Bucket List“ und viel Mut erlebt das schüchterne Mädchen Abenteuer und unglaubliche Gastfreundschaft.

Mit welchen Gefühlen bist Du damals aufgebrochen?
Es war ein tolles Gefühl endlich mal unabhängig zu sein! Ein Gefühl von Freiheit, das ich bis dahin noch nicht so gespürt hatte. Ich wusste ja, dass ich nicht länger als ein Jahr weg sein werde, dort arbeite, aber vor allem reise.

Kannst Du mehr über Deine „Bucket List“ erzählen?
Das ist eine coole Geschichte! Ich war damals sehr schüchtern und wollte offener und abenteuerlustiger werden. Ein anderer Backpacker, Tim aus den USA, schlug mir vor, eine Liste mit Dingen zu erstellen, die ich noch nie getan habe, aber in meinem Leben unbedingt machen möchte. Darauf kamen etwa Bungee Jumping, Fallschirmspringen, eine Gletscherwanderung oder ein Tattoo. Tim half mir bei dem „Abhaken“ der Liste – jede einzelne Aktivität war einfach unglaublich schön oder spannend.

Dir sind Dinge passiert, die Du „Glückspilzing“ getauft hast. Was meinst Du damit?
Einen Monat vor dem Heimflug hatte ich nicht mehr viel Geld, wollte aber unbedingt noch den Fallschirmsprung machen. Ich sagte mir die ganze Zeit: „Es wäre cool, wenn mich beim Trampen ein supernetter Neuseeländer mitnimmt und mir kostenlos Essen und Unterkunft anbietet. Dann hätte ich noch genug Geld für einen Fallschirmsprung.“ Nach einer Stunde am Straßenrand passierte genau das! Einfach unglaublich! Solche Dinge sind mir häufiger passiert – „Glückspilzing“ eben.

Was hat Dir rückblickend am besten an Neuseeland gefallen?
Vieles: Die atemberaubenden Landschaften und die unglaubliche Freundlichkeit und Offenheit der Neuseeländer. Ich erlebte meinen Kulturschock nicht bei der Hinreise, sondern bei der Rückkehr nach Deutschland! Toll fand ich die Hostels, in denen ich viele Gleichgesinnte getroffen und Freundschaften geschlossen habe. Der Fallschirmsprung hat mich ganz tief berührt, das war die ultimative Erfahrung von Freiheit.

Wie hat Dich Dein Abenteuer geprägt?
Ich habe gelernt, viel mehr aus mir herauszukommen, mich der Welt zu zeigen und mich lieben zu lernen – so, wie ich bin. Ich habe viel übers Geben und Nehmen gelernt und darüber, wie ich mein Leben leben möchte und wie nicht. Ich bin so froh, dass ich es gemacht habe!

Hintergrund
Selina Kiefer
Selina Kiefer, Jahrgang 1994, verbrachte ihre Kindheit in Lautenbach im Schwarzwald. Nach dem Abitur jobbte sie als Küchenhilfe im Europa-Park und flog drei Tage nach ihrem letzten Arbeitstag nach Neuseeland. Aus geplanten acht Monaten Aufenthalt wurden elf: Drei Mal umrundete sie die Süd- und einmal die Nordinsel. Nach ihrer Rückkehr studierte Kiefer zwei Semester Architektur in ihrer neuen Heimat Weimar, seit Oktober 2014 Philosophie und Psychologie in Jena. Ihr Lebensmotto stammt von einem ihrer größten Vorbilder, Walt Disney: „Wenn du etwas träumen kannst, dann kannst du es auch tun.“

„Wettbewerb der Kurzvorträge“ der Lichtbildarena am 1.3.2015 in Jena
Die „schnellste Weltreise der Erde“ findet am 1. März in der Lichtbildarena statt! Von „A“ wie „Afrika“ bis „Y“ wie „Yoga in Indien“ – insgesamt 12 Teilnehmer aus ganz Deutschland präsentieren in jeweils 15 Minuten ihre Reise- und Foto-Projekte beim Newcomerwettbewerb. Die Leinwandreise startet um 11 Uhr am Baikalsee, führt mit Roland Adlich nach Bhutan, danach in die Mongolei und das Minsener Oog. Ab 14 Uhr geht es weiter nach Afrika, durch „9 Länder“, Äthiopien und Myanmar, bevor ab 16:30 Uhr mit der Unterwasserwelt, Indien, dem Kaukasus und Neuseeland die letzten Ziele auf dem Reise-Programm stehen.
Die Jenaer „Lichtbildarena” zählt zu den größten Reise-Show-Foren Deutschlands und steht für ausdrucksstarke Bilder, spannende Reiseberichte und erlebte Information über Länder & Kulturen. Der Wettbewerb findet im Hörsaal 3 des Uni-Campus Jena, Carl-Zeiss-Straße 3, statt. Das gesamte Programm: www.lichtbildarena.de
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