Der „Schweizer Igel“ – Alpine Befestigungsanlagen

Großeutersdorf: Dokumentationszentrum |

Begleiten Sie den Ebersbacher Reiseveranstalter Frank Sauermann bei seinem Vortrag am 15.0 März um 15:00 Uhr im Dokumentationszentrum Walpersberg in Großeutersdorf auf eine spannende Reise in die Schweiz. Hier entstanden im 19. und 20. Jahrhundert unzählige Festungen und Bunker, welche die Grenzen schützen und die schweizer Neutralität gewährleisten sollten.

Der Plan für den Bau einer gestaffelten Grenzverteidigung stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert. Den Auftrag erhielt General Guillaume Henri Dufour. Ab 1831 entstanden die ersten Festungen und 1853 begann der Bau der von Dufour geplanten Befestigungslinie Fortini della Fame. Die Eröffnung des Gotthardtunnels und das Entstehen der beiden Nationalstaaten Italien und Deutschland führten ab 1885 zur Befestigung des Gebietes. Um Neutralitätsverletzungen zu verhindern, wurden nach dem Ausbruch des I. Weltkrieges die Grenzgebiete zusätzlich befestigt und
kurz vor dem II. Weltkrieg entstand das so genannte Réduit, der innere Festungsgürtel der Zentralschweiz. An den strategisch wichtigen Punkten, den Zu- und Übergängen der Alpen, wurden neue Artilleriewerke errichtet und während des Krieges
ergänzte die Armee diese mit Sperrwerken und Panzerhindernissen.

Nach dem 2. Weltkrieg modernisierte man zahlreiche Festungsanlagen und bis in die siebziger Jahre kamen sogar noch neue Anlagen hinzu.
Nach dem Ende des Kalten Krieges und im Rahmen der Armeereform 95 wurde jedoch der größte Teil aufgegeben. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Schweizer Armee über 25000 militärische Bauwerke. Sie liegen bis 2500 Meter hoch und fügen sich, gut getarnt und oft nur schwer zu entdecken, in die beeindruckende Gebirgswelt der Schweizer Alpen.

Heute sind in der Schweiz zahlreiche Heimat- und Militärhistorische Vereine bemüht überall im Land einige der Bunker und großen Artilleriewerke zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Während seines spannenden Vortrages entführt Sie Frank Sauermann in die faszinierende Landschaft der Schweizer Alpen, die in einer unterirdischen Welt unzählige, bestens rekonstruierte Kasernen, Depods, Infanterie- und Artilleriewerke beherbergen. Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe des Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V. statt. Um Voranmeldung per Telefon 036424/784616 oder auf der Webseite des Vereins www.walpersberg.com wird gebeten.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige