Die Buch-Tage kommen 2012 wieder nach Jena

Das Volkshaus Jena. Hier fanden die ersten Thüringer Buch-Tage statt
Jena: Volkshaus | Zwei Tage lang haben Thüringer Verleger im großen Saal des Jenaer Volkshauses ihre Bücher ausgestellt und verkauft. Mit der Publikumresonanz waren sie zufrieden, insbesondere der Samstag war gut besucht, obwohl der Saal insgesamt durchaus noch mehr Gäste verkraftet hätte. Es ist allen bewusst, so wurde beim Verlegerstammtisch klar, dass sich die Veranstaltung erst etablieren muss. Dazu wird es voraussichtlich Gelegenheit geben: Der für Thüringen zuständige Landesverband des Börsenvereins des deutschen Buchhandels plant für 2012 neue Buch-Tage, die wieder in Jena stattfinden sollen.

Die Verleger sehen die Buch-Tage nicht als Ersatz für die Leipziger Buchmesse an, aber sie schätzen die weitere Präsentationsplattform, sagten sie zu Regine Lemke, die beim Börsenverein arbeitet und die Buch-Tage organisiert hat. Die Verleger wünschen sich ein noch umfangreicheres Rahmenprogramm mit Lesungen und Buchpremieren, das dann auch auf unterschiedliche Veranstaltungsorte in Jena verteilt werden könnte – analog zu dem Erfolgsprojekt „Leipzig liest“, das in der Stadt Leipzig und auf der Messe parallel zu den Ausstellungen läuft.
In Jena wird das sicher alles ein, zwei Nummern kleiner sein, was aber auch Vorteile bringt. Das Angebot auf den großen Buchmessen ist oft erschlagend für den Leser. Und auch die Verleger hatten auf diesen Buch-Tagen mal genug Zeit, das Buchprogramm der anderen Stände zu begutachten, und sich so über die Thüringer Verlags-Szene einen Überblick zu verschaffen. Es gab auch Gelegenheit sich auszutauschen, Geschäftsmodelle zu diskutieren und in mancher Hinsicht über eine Zusammenarbeit nachzudenken.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium, das die Buch-Tage mit 20.000 Euro gefördert hat, plant eine weitere Förderung der Verleger und der Kreativszene insgesamt. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf dem Austausch der unterschiedlichen Kreativbereiche, Designern, Filmemachern, Autoren, wie André Störr, Mitarbeiter im Wirtschaftsministerium beim Verlegerstammtisch deutlich gemacht hat. So hat das Ministerium eine Thüringer Kreativagentur gegründet, die den Austausch fördern soll und auch Mittel bekommt, um entsprechende Veranstaltungen gemeinsam mit der Kreativszene zu organisieren.

Die Thüringer Verleger haben indes auf der im Oktober stattfindenden Frankfurter Buchmesse die Möglichkeit, sich sehr preiswert über einen Thüringer Gemeinschaftsstand zu präsentieren, der circa 60 Quadratmeter groß sein wird, über eine Theke mit Barhockern, Tische und Stühle verfügt, so dass hier nicht nur Geschäftsgespräche stattfinden, sondern auch die Leser gemütlich schmökern können. Außerdem ist es an diesem Stand möglich, Lesungen, Publikumsgespräche und Diskussionen zu veranstalten. 10 Thüringer Verlage werden dieses Angebot in diesem Jahr nutzen.
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Antje Hellmann aus Jena | 12.09.2011 | 01:57  
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