Die kleine Kneipe in unserer Straße - Ausstellung in der Goethe Galerie

Birgitt Hellmann vom Stadtmuseum (li.) und Jens-Fietje Dwars sind die Organisatoren der Ausstellung in der Goethe Galerie. Die Künstlerin Gerlinde Böhnisch-Metzmacher wird zum Bergfest am Samstag ihr neues Jena-Buch vorstellen. Foto: Hausdörfer
Jena: Goethe Galerie | Schon zweimal waren in der Goethe Galerie unter dem Titel „Das verlorene Jena“ Exponate aus dem Bestand des Stadtmuseums zu sehen. Die erste Ausstellung 2006 zeigte vor allem großformatige Reproduktionen von historischen Plattenfotografien und vermittelte ein anschauliches Bild vom Wandel in der Saalestadt. Die Fortsetzung 2007 rückte Jenaer Dichterhäuser in den Fokus, eine aktualisierte und erweiterte Fassung dieser Exposition ist übrigens ab kommenden Sonntag (Vernissage 15 Uhr) im Romantikerhaus zu sehen.

Der dritte Teil der Ausstellungsreihe in der Goethe Galerie widmet sich derzeit der Kneipenszene im alten Jena. Unter dem Motto „In Jene lebt sich’s bene. Historische Kneipen und Gaststätten in und um Jena“ wird an Kneipen, Hotels, Gaststätten und Cafés seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erinnert, von denen viele den Bomben des zweiten Weltkrieges und dem Stadtumbau nach Kriegsende zum Opfer fielen.

Die Hochzeit der Jenaer Kneipenkultur waren die Jahre vor dem ersten Weltkrieg. Damals bot die Stadt bei nicht der Hälfte der heutigen Einwohner fast die doppelte Zahl an Gaststätten. Allein 24 Kaffeehäuser gab es im Jahr 1912. Bei diesem Vergleich ist natürlich zu beachten, dass die damalige Freizeitkultur eine ganz andere war - Fernsehen und weitere heutige Unterhaltungsmöglichkeiten noch fehlten.

Die Ausstellung ist ein Rundgang durch die Alt-Jenaer Kneipen und eine Erkundungstour in die Geschichte der Stadt. Wer weiß noch, wo sich die „Passage“, das Café „Puhlvers“, das Automaten-Restaurant „Zur Eiche“ oder das „Gambrinus“ befanden? Auf diese und weitere Frage, auch zum universitären Kneipenleben und den beliebten Berggaststätten, werden in der Ausstellung Antworten gegeben.

Am kommenden Samstag, 18. Juni, wird mit einem kurzweiligen Fest in der Goethe Galerie von 14 Uhr bis 17.30 Uhr „Bergfest“ für die Ausstellung gefeiert. Unter anderem singen um 14.30 Uhr die „Octavians“ a cappella Studenten- und Trinklieder, stellt Gerlinde Böhnisch Metzmacher um 15 Uhr ihr neues Buch „Kreuz und quer durch Jena“ vor und liest der „Sprachsteller“ Martin Stiebert Jena-Anekdoten. Puppenspiel für Jung und Alt mit Henning Hacke ist um 16 Uhr angekündigt. Gleich zweimal, 15.15 Uhr und 17 Uhr, sind Silke Gonska und Posaunist Frieder W. Berger mit verjazzten Darbietungen von Beatles-Klassikern zu erleben. Und ein Ausschank von in Jena gebrauten Bier sorgt für die passende Kneipenatmosphäre…
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