Die ÜAG ist familienfreundlich

Die Bertelsmann-Stiftung hat die ÜAG mit dem Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. „Wir wollen unsere Attraktivität weiter steigern“, sagt Geschäftsführer David Hirsch, „und gleichzeitig ein Vorbild für Firmen der Region sein.“

Denn: Der gemeinnützige Bildungsdienstleister setzt keine großen Finanzmittel ein, um besondere Aktionen zu starten, sondern entwickelt die Maßnahmen im Gespräch mit den 140 Mitarbeitern. Vertrauensarbeitszeit, Elternzeit oder sportliche Angebote – das ist, was die Mitarbeiter wollen. Die flexible Arbeitszeit nutzen nach zwei Jahren mehr als die Hälfte aller Angestellten. Ist das Kind krank oder steht ein Arztbesuch an, können die Angestellten sich frei nehmen und die Aufgaben zu einem anderen Zeitpunkt erledigen. „Wir wollen der attraktivste Arbeitgeber in unserer Branche und Region werden“, sagt der 42-jährige, der sein Berufsleben der Schnittstelle von Sozialpädagogik und Berufsförderung widmet, dafür müsse man Mitarbeitern entgegenkommen, die etwa mehr zeitliche Flexibilität benötigen.
Die ÜAG ist der erste Thüringer Bildungsträger, der von der Stiftung ausgezeichnet wurde. Erst sieben andere Unternehmen aus dem Bundesland durchliefen erfolgreich den Zertifizierungsprozess. Vorstandsmitglied Brigitte Mohn sagte, dass die Prüfer vor allem auf eine entsprechende Unternehmens- und Führungskultur achten, denn davon hänge ab, wie glaubwürdig und authentisch das Engagement für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelebt werde.
In den vergangenen vier Jahren haben auch einige Väter eine mehrmonatige Elternzeit genutzt. Die ÜAG wirbt aktiv dafür, denn diese Gelegenheit komme nicht wieder. Die Eltern honorieren zudem, dass sie während der „Auszeit“ über ihr Arbeitsgebiet informiert bleiben. So hätten sie nicht das Gefühl außen vor, sondern weiterhin Teil ihres Teams zu sein. Die personellen Lücken zu füllen, sei nicht einfach zu organisieren, berichtet Hirsch, der selbst zwei Monate seiner Neugeborenen widmete. Aber die Eltern kommen hochmotiviert wieder an den Arbeitsplatz.
„Die Stimmung verändert sich peu á peu“, freut sich Hirsch. Die Haltung vieler Mitarbeiter wandelt sich, so sein Eindruck, engagierter und mit mehr Freude an der Arbeit, flexibler und offener in der Kommunikation. Dadurch verbessere sich gleichzeitig die Dienstleistung für öffentliche Träger, Unternehmen und Einzelpersonen. „Gerade in einem Dienstleistungsunternehmen wie der ÜAG sind Mitarbeiter definitiv das entscheidende Kapital“, beschreibt der Chef seine Grundhaltung, „und ich verstehe mich als deren erster Diener.“
Die angegliederte Saale-Akademie besuchen etliche Unternehmen, weil sie auf der Suche nach geeigneten Fachkräften sind. Dabei geht es oft um die Arbeitgeberattraktivität. Die Stimmung am Arbeitsplatz und die Kollegialität seien für immer mehr Menschen wichtiger als 200 Euro mehr Lohn, beobachtet Hirsch. Insofern möchte er anderen Unternehmen mit seinem Beispiel auch Mut machen, auf Mitarbeiterwünsche einzugehen.
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