Endlich wieder Kulturarena-Feeling

Kulturarena-Projektleiterin Heike Faude
JENA. Die 22. Kulturarena geht ab heute (11.7.) mit dem Theaterspektakel in ihre heiße Phase. Auf was sich die Besucher in diesem Jahr freuen können, erklärt Kulturarena-Projektleiterin Heike Faude im Gespräch mit AA-Redakteur Bernd Hausdörfer.

AA: Was ist das Besondere an dieser 22. Kulturarena?

Heike Faude: Das Besondere für mich ist das, was in jedem Jahr das Besondere ist. Dass man neben den großen Namen eine Menge relativ unbekannter Künstler hat, die noch nicht in Jena waren, aber trotzdem einen unheimlichen Reiz ausüben und das Publikum anziehen, wie die Vorverkaufszahlen beweisen. Das ist in Jena anders als in vielen anderen Städten und schon etwas Besonderes.

AA: Die erste Woche ist dem Theater gewidmet. Was erwartet die Besucher mit "Bulgakows Meister und Margarita"?

Heike Faude: Ein großes Stück, eine große Aufgabe. Ein Stück, das bei unseren Mitarbeitern auch für sehr viel Diskussionsstoff sorgte, besonders zwischen den Generationen. Während die Älteren mehr die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Werkes betonen, sind die Jüngeren eher fasziniert von den vielen Szenenwechseln und der Action auf der Bühne. Es wird also für die Zuschauer spannend, was aus diesem Stoff gemacht wird.

AA: Welche Konzerte sehen Sie als besondere Höhepunkte?

Heike Faude: Einer unserer Themenschwerpunkte ist diesmal der Jazz. Hier muss man auf alle Fälle das Eröffnungskonzert mit Trombone Shorty nennen und auch Roger Cicero, der, anders als man ihn sonst kennt, mit einem expliziten Jazz-Programm kommt. Im Bereich Weltmusik ist der größte Name ganz klar der Buena Vista Social Club. Das Konzert ist schon ausverkauft, nicht zuletzt, weil solche Musiklegenden wie Omara Portuondo und Eliades Ochoa wohl zum letzten Mal auf Europatournee sein dürften. Wichtige Auftritte sind für mich auch die von Supertramp-Sänger Roger Hodgson, Max Herre, Sophie Hunger und nicht zu vergessen Johannes Oerding, ein junger deutscher Künstler, der jetzt mit Joe Cocker auf Tour war.

AA: Haben Sie persönliche Favoriten?

Heike Faude: Das ist zum einen das Konzert von Chilly Gonzales. Der Pianist kommt allerdings nicht als Solist, sondern mit einer erweiterten Besetzung nach Jena und bietet eine sehr sphärische Sommermusik. Zum anderen ist das Brandt Brauer Frick Ensemble ein Favorit von mir. Sie kommen eigentlich aus der Club-Szene, haben sich da raus bewegt und versuchen jetzt ihren Sound ausschließlich mit akustischen Instrumenten aufzuführen.

AA: Gibt es in diesem Jahr Neuerungen?

Heike Faude: Zum Arena-Bergfest am 4. August wird erstmalig in Jena im Volksbad ein SongSlam stattfinden. Er orientiert sich an dem Format PoetrySlam, allerdings tragen die Autoren ihre Texte hier in gesungener Form vor. Das Publikum entscheidet dann, wer den Wettstreit gewinnt. Das ist ein Experiment, auf das man durchaus gespannt sein darf.

Infos:
www.kulturarena.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige