Gedenkfeier zu Ehren der Opfer des NS - Rüstungswerkes REIMAHG

Wann? 06.05.2016 14:00 Uhr bis 06.05.2016 18:30 Uhr

Wo? Ehemaliges Militärgelände, Dorfstraße 7, 07768 Großeutersdorf DE
Großeutersdorf: Ehemaliges Militärgelände | Gedenkfeiern zu Ehren er Opfer des NS-Rüstungswerkes REIMAHG

Am 6. und 7. Mai 2016 finden im Raum Kahla mehrere Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des ehemaligen NS-Rüstungswerkes REIMAHG statt.

Den Auftakt bildet in diesem Jahr am 6. Mai ab 14 Uhr die Einweihung des Parkplatzes am Dokumentationszentrum in Großeutersdorf. „Wir haben eine ganze Menge Eigenmittel aufgebracht, um das Projekt zu verwirklichen,“ berichtet Ronny Dörfer, seit Februar Vorsitzender des Geschichts- und Forschungsvereins Walpersberg e.V. Der Dank gehe aber auch an das Land Thüringen, das den Bau des Parkplatzes großzügig mit Fördermitteln unterstützt habe.

Im Dokumentationszentrum findet ab 15 Uhr der Empfang der internationalen Gäste statt, bevor um 17:30 Uhr die erste Gedenkveranstaltung auf dem ehemaligen Militärgelände am Walpersberg oberhalb der Gemeinde Großeutersdorf beginnt. „Es ist wichtig, dass auch am historischen Ort an dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte gedacht wird,“ betont Dörfer weiter. An der Veranstaltung nehmen neben den Gästen aus dem Ausland auch Vertreter aus Kommunalpolitik, Kirchen und interessierte Bürger teil.

Am 7. Mai richtet der Saale-Holzand-Kreis die zentrale Gedenkfeier am Ehrenmal im Leubengrund bei Kahla aus. Ab 9:30 Uhr werden die Gäste erwartet. Untermalt wird das Programm von der Bläserklasse und Schülern des Leuchtenburg-Gymnasiums Kahla.

Im Anschluss wird an weiteren ehemaligen REIMAHG-Lagern den Überlebenden und Toten gedacht. Den Abschluss bildet der Besuch des Mahnmals in Kleindembach (Saale-Orla-Kreis) um 15:45 Uhr.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die Presse sind zu den Veranstaltungen herzlich willkommen.

Im Walpersberg nahe Kahla wurde von den Nationalsozialisten ab April 1944 mit dem Bau eines unterirdischen Flugzeugwerkes begonnen. Monatlich sollten 1.200 Flugzeuge des Typs „Me 262“ die Startbahn verlassen. Mehr als 15.000 Menschen wurden am und im Berg eingesetzt, davon über 13.000 ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Sie wurden unter Führung des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz Fritz Sauckel an den Walpersberg deportiert und unter unmenschlichen Umständen zur Arbeit gezwungen. Mindestens 1.000 von ihnen verloren auf Grund der schlechten Lebensbedingungen und unzureichender Ernährung, wegen der harten Arbeit oder der Willkür der Wachmannschaften ihr Leben – die tatsächlich Zahl der Opfer liegt vermutlich deutlich höher.

Die Schirmherrschaft über die Feierlichkeiten übernimmt in diesem Jahr Frau Dr. Birgit Klaubert, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport.

Weitere Informationen zur Geschichte der REIMAHG und zum Ablauf der Gedenkfeierlichkeiten bietet der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V. unter www.walpersberg.com oder unter der Telefonnummer (03 64 24/ 78 46 16) an.
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