Jena liest für den guten Zweck

„Notausgang“, die Straßenzeitung aus Jena, ist in ihren 15. Jahrgang gestartet. Ihre Verkäufer gehören für manche Bürger zum festen Straßenbild. Mit dem Kauf des Straßenblattes gönnen sie zugleich sich und Anderen Gutes. Ein Teil des Verkaufserlöses fließt den Verkäufern zu, die aus verschiedenen Gründen in Notlagen geraten und auf dieses bescheidene finanzielle Zubrot angewiesen sind. Und beim Lesen weitet sich der Blick für soziale Belange, können neue Sichtweisen auf diese nicht immer in die Öffentlichkeit gesetzte Thematik und persönliche Einsichten gewonnen werden.
In der aktuellen Ausgabe wendet sich Bundespräsident Christian Wulff in einem allen etwa 35 in Deutschland erscheinenden Straßenzeitungen übermittelten Grußwort an die Leserschaft: „Sie halten eine besondere Zeitung in den Händen. Sie erzählt von Lebensumständen und Schicksalen, über die andere Medien nur selten berichten. Sie gibt Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben, die obdachlos und in Not sind, eine Stimme und ein Gesicht. Beim Lesen haben wir die Chance, diejenigen verstehen zu lernen, die in unserer schnellen, auf Erfolg getrimmten Welt zur Seite gedrängt werden. Mit den Verkäuferinnen und Verkäufern dieser Straßenzeitung begegnen uns Mitmenschen, die dieses Schicksal – oft unverschuldet – selbst erfahren haben. Aber sie tun etwas, sie ergreifen die Initiative, um ihre Situation zu verbessern. Mit dem Verkauf der Straßenzeitungen haben sie eine Aufgabe übernommen, und sie verdienen es, dabei ermutigt und unterstützt zu werden.“
„Nachricht zu geben von Menschen in Not und jenen Öffentlichkeit zu schaffen, die Unterstützung anbieten und gewähren“, lässt sich das Anliegen der ehrenamtlichen Jenaer Zeitungsmacher auf den kurzen Nenner bringen. Die aktuelle Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden Sozialmagazins gewährt Einblicke in das Engagement Jenaer Vereine, beleuchtet Zusammenhänge von prekärer Arbeit und Altersarmut, lässt die Geschichte des Jenaer Theaterhauses Revue passieren, schaut hinter die Kulissen der „Telefonseelsorge“ und berichtet über vieles mehr.
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