Judith in Jena: Theaterspektakel eröffnet am 6. Juli die Kulturarena. Freiluft-Theater auch in vielen anderen Thüringer Städten

Wann? 06.07.2017 21:30 Uhr bis 09.07.2017 00:00 Uhr

Wo? Schillergasse, Jena DE
Klara Pfeiffer spielt Judith. "Eine großer Herausforderung", findet die Mimin. (Foto: Müller)
Jena: Schillergasse |

Bevor die Kulturarena in Jena mit Konzerten, Freilichtkino und Kinderprogrammen startet, bringt das Theaterhaus Jena gemeinsam mit vielen Statisten großes Theater auf die Bühne. In diesem Jahr verspricht es mit "Judith" – Friedrich Hebbels Adaption einer biblischen Geschichte – nicht ganz leichte Kost zu werden.

"Eine Komödie ist es nicht“, stellt Klara Pfeiffer klar. Vielmehr erwartet die Zuschauer des diesjährigen Jenaer Theaterspektakels härtere Kost. Das ­Publikum ist mit dabei, wenn ein ganzes Volk zu verhungern und zu verdursten droht, wenn vergewaltigt und enthauptet wird.

Massenszenen mit Statistenschar

Ein Spektakel sei es aber allemal, rela­tiviert die Schauspielerin. Sie spielt in ihrer zweiten Spielzeit am Jenaer Theaterhaus die Hauptrolle in der Open- Air-Inszenierung von Friedrich Hebbels „Judith“. Viele eindrucksvolle Bilder entstehen auf der großen Bühne. Massenszenen mit der für die Jenaer Aufführungen so typischen Statistenschar sorgen für Trubel. „Unterhaltende Momente“, verspricht die Mimin. „Es ist nicht alles nur Drama.“

Klara Pfeiffer ist fasziniert von ihrer Rolle. Judith sei eine starke Frau, die für ihr Volk kämpft. Am Ende wird sie zur Mörderin, enthauptet Holo­ferens, der ihre Heimatstadt Bethulien unterjochen wollte. Die schöne, ­gottesfürchtige Frau beendet damit die Machtfantasien des assyrischen Feldherren. Gedankt wird es ihr nicht.

Tragödie mit aktuellem Bezug

Trotz martialischer Handlung: „Blutig brutal wird es nicht“, so Pfeiffer. Dafür aber nachdenklich, in einer Welt, in der auch heute noch Menschen hungern müssen, Durst haben, von Gewalt bedroht sind. Aktuelle Themen stecken in Friedrich Hebbels 1840 urauf­geführter­ Tragödie.

„Ich bin gespannt auf die Reaktion“, sinnert Klara Pfeiffer über die Stück­auswahl in diesem Jahr. Ob es Ablehnungen gibt, kontroverse ­Diskussionen folgen, mag sie im Vorhinein nicht beurteilen. Eins steht für sie daber fest: „Man kann und darf nicht jede ­Reaktion­ einberechnen.“

Zur Sache

Zu sehen ist „Judith“ am 6., 7., 8. und 9. Juli um 21.30 Uhr auf dem Theatervorplatz in Jena. Das Theaterspektakel eröffnet die Kulturarena in Jena.

Sommertheater gibt es in Thüringen aber auch an vielen anderen Orten. So in Erfurt, Tiefure bei Weimar, Rudolstadt, Nordhausen und Sondershausen (siehe Fotogalerie).
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