Jugend forscht: "Herausragende Forschungsergebnisse"

Wann? 29.03.2011

Wo? Fachhochschule, Carl-Zeiss-Promenade, 07745 Jena DE
Maximilian Strohner, Jörg Cyriax und Mathias Peter, Landessieger des Fachgebiets „Geo- und Raumwissenschaften“
 
Alle Landessieger ihrer jeweiligen Kategorie, zusammen mit den Organisatoren Dr. Michael Mertin (2. v.l.) und Melanie Jaklin (r.)
Jena: Fachhochschule | Unter dem Motto „Bring frischen Wind in die Wissenschaft“, wurden vom 29.-30. März an der TU verblüffende und an die Zukunft orientierte Projektarbeiten aus verschiedenen Fachgebieten vorgestellt. Prof. Dr. Beibst, Rektorin der FH, sieht gerade die Verbindung von Schule und Wissenschaft als wichtigen Bestandteil des Bildungswesens und lobt die kreativen, zukunftsweisenden Projektarbeiten. Der bundesweit ausgetragene Nachwuchswettbewerb ließ hier in Jena zuerst die Jury, dann später auch interessierte Besucher an beiden Tagen staunen. Grundgedanke ist das eigenständige Denken junger Menschen zu fördern und auszuzeichnen. Oftmals im Rahmen der schulischen Facharbeit, wurden die Projekte in Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler weiterentwickelt und vorgestellt. Begleitendes Patenunternehmen des Wettbewerbes ist seit 1991 die JENOPTIK AG, die zugleich die jährlichen Forschungsprojekte aus den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik ausrichtet. Vorsitzender des Vorstandes, Dr. Michael Mertin, würdigte die Leistungen der Jugendlichen als „herausragende Forschungsergebnisse“ und sieht in der Bildung den Schlüssel zur eigenen Meinungsfindung. Wieso funktioniert das WLAN in Neubauten deutlich schlechter als in älteren Häusern? Die 17-jährige Linn Bieske, Siegerin im Fachgebiet „Physik“, konnte dieser Frage durch experimentelle Arbeit auf den Grund gehen: Wärmedämmende Fenster führen nachweislich zu eingeschränkter Datenübermittlung im Mobilfunk- und WLAN Bereich. Eine eigens entwickelte Antenne schafft Abhilfe und sorgt für einen Kompromiss zwischen zukunftsorientierter Energieeffizienz und zeitgleich optimaler Datenübertragung. „Meine Antenne ist vielseitig einsetzbar, praktisch realisierbar und sorgt durch weniger Leistung dafür, dass Energie sogar noch gespart werden kann.“ Gerade solch gesellschaftlich-relevante Themen überzeugte die Jury. Nach insgesamt 1 ½ Jahren Forschungsarbeit mit Messungen, Auswertungen und immer neu auftretenden Problemen, wird ihr nun ausgereiftes Projekt im Mai auf bundesweiter Ebene vorgestellt. Die wiederum erst 12 und 13 Jahre alten Schüler vom Friedrichgymnasium Altenburg, Klemens Eichhorn und Franz Benkert, waren zugleich auch die jüngsten Teilnehmer des Wettbewerbs. Sie fanden in interessanten Experimenten heraus, dass durch verschiedenartige Spannungsverhältnisse nur exakt gleiche LEDs zur selben Zeit geschaltet werden können. Ihr Engagement wurde mit einem Sonderpreis durch die JENOPTIK AG ausgezeichnet. Als Sieger im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“, setzten sich drei Schüler des Albert Schweitzer Gymnasiums durch. Mathias Peter, Jörg Cyriax und Maximilian Strohner widmeten sich der Problemlösung von Abbauschwierigkeiten bei der Salzförderung. Eine neuartige Georadarmessung gibt bisher lediglich vor der Bohrung Auskunft über das Vorkommen von schädlichen Bestandteilen, wie beispielsweise Gips. Durch eine Konstruktionsmöglichkeit an dem Bohrgerät selbst, könnten die Messungen parallel zum Arbeitsvorgang durchgeführt und somit Zeit bzw. Geld gespart, sicherer gefördert und effizienter gearbeitet werden.
Jenas Oberbürgermeister, Dr. Albrecht Schröter, spricht von einer „Stadt der Wissenschaft und Leidenschaft“, die durch solch unglaubliche Leistungen der Schülerinnen und Schüler geprägt ist. Das große Interesse der Jugendlichen lässt alle Beteiligten optimistisch in die Zukunft blicken.
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