Kuscheln mit dem Elefantenrüssel

Kuscheln mit Menika: Die achtjährige Saba hat längst Freundschaft geschlossen mit Elefantendame Menika, die sie mit ihrer Familie einige Tage lang begleitete. (Foto: Lichtbildarena)
 
Wiedersehen mit „alten Bekannten”: Barbara Vetter, Vincent Heiland und ihre Töchter Saba (stehend) und Lola trafen kürzlich Elefantendame Menika mit ihren Mahut Dharme wieder, die sie im vergangenen Jahr kennengelernt hatten, und begleiteten die beiden für einige Tage auf dem Weg zu einem buddhistischen Tempelfest. (Foto: Lichtbildarena)
Lichtbildarena-Macher Barbara Vetter und Vincent Heiland und Töchter reisen durch Sri Lanka

Wie es sich anfühlt, einen Elefanten zu streicheln, zu schrubben, zu reiten und natürlich auch mit ihm zu kuscheln, das konnten Saba und Lola Heiland in den letzten Wochen immer wieder ausprobieren: Die Mädchen sind gemeinsam mit ihren Eltern, den Jenaer Reisejournalisten und Lichtbildarena-Organisatoren Barbara Vetter und Vincent Heiland, in Sri Lanka unterwegs. Mehr als 1500 Kilometer hat die Familie seit Mai mit dem TukTuk zurück gelegt, um für ihr neues Vortragsprojekt Land, Leute und Kultur intensiv kennenzulernen.

Unterwegs mit dem "Königselefanten"

Die vergangenen und kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen der Elefanten, die dort als heilige Tiere gelten: Die Vetter-Heilands begleiten den bekanntesten Mahut Sri Lankas, Sumanabanda, der beauftragt wurde, einen Elefantenbullen für die beiden wichtigsten 'Peraheras' – buddhistische Tempelfeste – des Landes vorzubereiten. „Das ist eine einmalige Chance, die wir hier bekommen haben”, schwärmt Barbara Vetter per E-Mail. „Sumanabanda hat 30 Jahre lang als Chefmahut im staatlichen Elefantenwaisenhaus in Pinnawela gearbeitet und wird Raja, so heißt der Bulle, als einen der wichtigsten Elefanten des Festes führen.” Raja gehört als Tempelelefant zum bedeutenden „Zahntempel” der alten Königsstadt Kandy. Bei der zweiwöchigen pompösen Perahera in Kandy Mitte August wird er als „Königselefant” den „Zahn Buddhas” tragen, die wichtigste buddhistische Reliquie des Landes. Das Tier verfügt über beeindruckende Stoßzähne – nur sieben Prozent aller männlichen Elefanten besitzen in Sri Lanka überhaupt Stoßzähne. „Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie gefühlvoll, aber bestimmt Sumanabanda mit dem sechs Tonnen schweren Koloss umgeht und ihn Schritt für Schritt an sich gewöhnt. Raja machte nach wenigen Tagen genau das, was der zierliche Sumanabanda von ihm verlangte”, berichtet Barbara Vetter.

Kuscheln mit Elefantendame Menika

Auf „Kuschelkurs” konnten Saba und Lola daher nur mit Menika gehen: Die Elefantendame und ihren Mahut Dharme hatte die Familie im vergangenen Jahr kennen gelernt und während der vergangenen Wochen immer wieder einige Tage lang begleitet. „Menika ist ein unglaublich zahmes und gutmütiges Tier”, schwärmt Barbara Vetter. „Saba liebt es, mit ihrem mächtigen Rüssel zu kuscheln und auch die vierjährige Lola hat dieses Jahr keine Scheu mehr vor ihr und möchte gar nicht mehr von ihrem Rücken weichen!” Mit Menika konnten die Reisenden den Alltag eines gezähmten Elefanten direkt miterleben: „Sie liebt Bananen und ließ sich die Früchte von Saba direkt auf die riesige Zunge legen”, schreibt Barbara Vetter.

Ein weiterer Höhepunkt der vergangenen Tage war der Besuch des „Elephant Transit Homes”: In dem Elefantenhaus werden verletzte oder verwaiste Wildelefanten medizinisch behandelt, aufgepäppelt und anschließend zurück in die Wildnis entlassen. Ein Projekt, das Barbara Vetter und Vincent Heiland gerne unterstützen möchten.

Derzeit macht ihre Foto-Technik den Reisejournalisten jedoch einen Strich durch die Reiseplanung: „Leider ist eines unserer wichtigsten Objektive aufgrund der extrem hohen Feuchtigkeit während der Regenzeit vor einigen Tagen ausgestiegen, sodass einer von uns erst einmal einen 'Abstecher' in die Hauptstadt Colombo an der Westküste des Landes machen muss, in der Hoffnung, dort Ersatz zu bekommen”, berichtet Barbara Vetter. Noch einen Monat lang reisen Barbara Vetter, Vincent Heiland und die Töchter durch den tropischen Inselstaat – Höhepunkt wird die Ende Juli stattfindende zweiwöchige Perahera in Katharagama werden.
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