Orgelfahrt 2015 mit Matthias Grünert

(Foto: Foto: Christiane Linke)

Matthias Grünert, Kantor der Dresdner Frauenkirche, ist gerade auf „OrgelFahrt 2015“ – und spielt diesmal auch im Saaletal:


Donnerstag, 23. Juli 2015
- 16:30 Uhr in Kleineutersdorf an der historischen Poppe-Orgel
- 18:00 Uhr in Lindig an der historischen Gerhard-Orgel
(und dann noch am 25. September in Großpürschütz, 16:30 Uhr, an der historischen Poppe-Orgel)
Eintritt frei!
www.orgelfahrt.de

Er gab uns ein Interview.

- Seit wann machen Sie OrgelFahrten und warum?
Die OrgelFahrten gibt es nun schon seit über zehn Jahren. Immer wieder bin ich beeindruckt von dem Reichtum der jeweiligen Orgellandschaften. Daher auch mein Anliegen, Musikfreunden diesen Schatz in seiner Vielfalt vorzustellen.

- Wo gehen die OrgelFahrten hin - jedes Jahr in eine andere Gegend?
Der Tourenplan enthält eine möglichst interessante Auswahl an Instrumenten verschiedener Regionen. Manchmal wiederholen wir eine Fahrt durch eine Region. Besonders dann, wenn es mir dort so gut gefallen hat.

- Suchen Sie sich besondere Orgeln aus - vor allem historische?
Ja, die Mischung macht das Konzept. Wobei eine historische Orgel, gerade dann, wenn sie eben saniert wurde, ein besonderes Erlebnis ist.

- Wie viele Konzerte geben Sie so in jedem Jahr?
Viele! Was aber nicht heißt, dass ich hier auf Quantität setze. Ganz im Gegenteil: Ich verstehe mich als musikalischer Botschafter der Frauenkirche und möchte nicht nur dem Publikum in der Frauenkirche das erfüllte Hören von Kirchenmusik bieten. Und auf der Welt gibt es nun mal so viele Orgeln ...

- In wie vielen Kirchen, auf wie vielen Orgeln haben Sie im Rahmen der OrgelFahrten insgesamt schon gespielt?
Da hätte man gleich zu Beginn mitzählen müssen! Hunderte mit Sicherheit!

- Wie ist Ihr Eindruck über die Orgellandschaft in Thüringen und das Engagement der Gemeinden für den Erhalt ihrer Orgeln?
Mein Eindruck ist so vielfältig wie das Leben an sich. Hier gibt es den Kirchenvorstand, der mit Feuereifer nicht nur um eine wertvolle Orgel bemüht ist, dort gibt es Kirchgemeinden, die sich gerademal zu Weihnachten in ihrer Kirche zusammenfinden und denen ein gerademal spielbares Instrument genügt. Sicher ist die Instrumentenpflege zunächst eine finanzielle Frage. Und gerade in Thüringen findet sich eine enorme Vielzahl an historischen Orgeln. Ein lohnenswertes, höchst wertvolles Erbe also, was aus meiner Sicht schon verantwortungsvoll getragen wird.

- Sie spielen nun diesmal auch im Kirchspiel Kahla: in Kleineutersdorf, Lindig, Großpürschütz – warum spielen Sie denn nicht in der Stadtkirche Kahla, wo die größte Orgel ist?
Sicher wäre es wichtig, die Orgel der Stadtkirche in Kahla dem Publikum vorzustellen. Die Auswahl der Instrumente, auf denen ich spielen möchte, unterliegt allerdings auch noch einem weiterem Kriterium: die akzeptable Spielbarkeit einer Orgel.

- Was halten Sie von dem Orgelprojekt der Neuen Johann-Walter-Orgel in Kahla mit den 2 sich ergänzenden Orgeln (www.jwok.de), und wie finden Sie es, dass die Thüringer Orgellandschaft durch eine Späth-Orgel bereichert wird?
Eine Idee mit Alleinstellungsmerkmal! Und das ist viel wert! Die Firma Späth schätze ich sehr, sie baut hervorragende Orgeln. Und da ist das Projekt in besten Händen. Mein Nachnachfolger an der Greizer Stadtkirche, Ralf Stiller, engagiert sich sehr für das Projekt der Johann-Walter-Orgel in Kahla: Ich bin mit meinen besten Wünschen dabei und freu mich, wenn dieses neue Instrument ein wirklicher Gewinn für die Thüringer Orgellandschaft wird!

(Fragen: Ina Köllner und Maren Hellwig)
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