Ritter und Engel - Werke von Anna Matteucci in der Villa Rosenthal

Claudia Cicero vom Verein "Italjenissima" betrachtet das Werk "Der weiße Ritter" in der Ausstellung von Anna Matteucci in der Villa Rosenthal. Foto: Hausdörfer
Mittelitalien versank gerade im völlig ungewohnten Schneechaos, als ihre Ausstellung Mitte Januar in der Villa Rosenthal eröffnet wurde. Anreise nach Jena unmöglich für Anna Matteucci aus Urbino, denn die Straßen waren unpassierbar und „Ritter“ oder noch besser „Engel“, die sie durch die Lüfte nach Jena schweben lassen, nicht in Sicht.

„Cavelieri e Angeli“ (zu deutsch „ Ritter und Engel“) ist der Name ihrer Exposition, in der bis zum 27. April eine Auswahl ihres Schaffens gezeigt wird.
Ihre Ausbildung genoss Anna Matteucci bei urbinischen Lehrmeister der Majoliken- und Gravierkunst. Anfangs widmete sie sich der Ölmalerei mit Kampf- und Rittermotiven, seit vier Jahren arbeitet sie im Atelier von Pierpaolo Calzolari, dem Hauptvertreter der „Arte Povera“ (deutsch: arme Kunst), bei der gewöhnliche Produkte und Abfall Verwendung finden. So überlagert sie ihre Ölmalerei u.a. mit Materialien wie Stoff- und Papierfetzen, Spitze, Glassplitter bis hin zum Kaffeesatz. Ihr Grundmotiv ist der Kampf von Gut und Böse, dem die Künstlerin oft in der Darstellung von Rittern und Engeln Ausdruck verleiht. Anna Matteucci ist auch schriftstellerisch tätig, schreibt historische Kriminalromane, die in ihrer Heimatstadt Urbino zur Zeit der Renaissance angesiedelt sind.

Auf die Anwesenheit von Anna Matteucci werden die Jenaer Liebhaber ihrer Kunst trotz der verhinderten Anreise zur Vernissage nicht verzichten müssen. Zu einem Künstlergespräch, dessen genauer Termin noch bekannt gegeben wird, kommt sie in die Saalestadt und wird dabei weitere Werke mitbringen, die die Ausstellung zusätzlich bereichern.

Fest steht allerdings schon der Termin für einen Diavortrag unter dem Titel „Urbino cittá d’arte – Urbina, die Kunststadt. Ein Spaziergang in der idealen Stadt der Renaissance“. Referentin ist am 15. März um 19 Uhr in der Villa Rosenthal Dr. Francesca Bravi von der Universität Kiel.

Vermittelt wurde der Kontakt zwischen der Künstlerin und der Villa Rosenthal durch den 2010 in Jena gegründeten Verein „Italjenissima“, der offen ist für alle Freunde der italienischen Sprache, Kultur und Lebensart.

Info:
Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 27. April 2012 Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Vereinsinfos: www.italjenissima.de
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