Schlossgespenst Hui Buh spukt zu Ostern auf der Leuchtenburg

Schlossfräulein Peggy erschrickt vor Schlossgespest Hui Buh, alias Birger Markuse. Foto: Hausdörfer
SEITENRODA. Ein Gespenst geht um in Europa: Hui Buh macht Burgen und Schlösser unsicher und über Ostern auch die Leuchtenburg. Der AA konnte vorab kurz mit dem Schlossgespenst sprechen:

Herr Hui Buh, warum sind Sie verdammt, als Gespenst durch alte Burgen und Schlösser zu spucken?
Ursprünglich war ich der Ritter Balduin auf Schloss Burgeck. Dummerweise wurde ich beim Schummeln erwischt, als ich mit den anderen Rittern „Schwarzer Peter“ spielte. Einer meiner Saufkumpanen hat mich deshalb verwünscht – zum Gespenst Hui Buh.

Haben Sie noch andere „Verbrechen“ verübt als das beim Kartenspiel doch eher übliche Mogeln?
Na, ja. Mit einem ganz bösen Spuk rächte ich mich an den Nachfahren von Ritter Ottokar, von dem ich glaubte, dass er mich verwünscht hat. Später stellte sich heraus, dass es Ritter Adolar war. Irgendwie dumm gelaufen…

Was müssen die Besucher der Leuchtenburg zu Ostern durch Sie ertragen?
Natürlich verrät jedes ernstzunehmende Gespenst sowas nicht. Ich kann nur soviel sagen, es soll richtig grauselig werden, wenn ich zum Beispiel mit meiner rostigen Rasselkette aus einer vermoderten Holzkiste in der Fledermausturmkammer steige - hui, hui, hui! Auch wenn ich eingestehen muss, dass mir nicht jeder Spuk gelingt und ich dann oft ziemlich blöd dastehe.

Hintergrund:
Die Figur des „Hui Buh“ stammt aus dem Buch „Hui Buh – das Schlossgespenst“ von Eberhard Alexander-Burgh aus dem Jahr 1973, welches später als Vorlage für eine sehr erfolgreiche Hörspielreihe diente.

Am Osterwochenende vom 6. bis 9. April wird die Leuchtenburg bereits zum 22. Mal von begeisterten Fans des Ritterlebens erstürmt und belagert. Tausende Besucher, darunter sehr viele Familien mit Kindern, zieht es jedes Jahr zu Ostern hinauf zur „Königin des Saaletals“. Der Wettbewerb zum diesjährigen Osterspektakel dreht sich darum, wer den typischen Hui Buh-Schrei am besten imitieren kann. Traditionell versteckt der Osterhase am Sonntag 1000 bunte Ostereier auf dem Burggelände. Geöffnet ist von Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 20 Uhr.
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