Sichtbares Zeichen der Erinnerung - Stolpersteine erinnern an Schicksal zweier Geraer Notare

In Gera wurden heute mehrere neue Stolpersteine verlegt. Zwei der durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine erinnern an Dr. Max Carl Hauptmann (1897-1961) sowie Dr. Max Baumgart (1887-1973). Beide waren als Anwälte und Notare in Gera tätig und wurden 1933 durch die Nationalsozialisten aus ihrem Beruf gedrängt. Sie selbst überlebten nach rechtzeitiger Flucht die Shoa.

Neben der Oberbürgermeisterin der Stadt Gera Viola Hahn und zahlreichen engagierten Bürgern nahmen auch der Jenaer Historiker Heiko Ziemer und der Jurist Sebastian C. Dewaldt an der Stolpersteinverlegung teil. In ihrem 2014 erschienen Buch: "Schicksale jüdischer Notare und Konsulenten im OLG Bezirk Jena zur Zeit des Nationalsozialismus" haben beide unter anderem auf das Schicksal der beiden Geraer Notare hingewiesen. Eingeladen wurden Ziemer und Dewaldt schließlich durch den Ansprechpartner der Geraer Stolperstein-Aktion Matthias Weibrecht, der ein Jahr vor der Verlegung auf das Buch aufmerksam geworden war und mit den beiden Autoren in Verbindung trat.

"Wir begrüßen das große Engagement in Gera und freuen uns, dass nun zwei Stolpersteine im Herzen Geras an Max Baumgart und Carl Hauptmann erinnern", sagt Heiko Ziemer. Auch Sebastian C. Dewaldt war trotz strömenden Regens gern in Gera dabei. Er hofft, dass weitere Stolpersteine folgen, um die Erinnerung an die Shoa im Hier und Jetzt wachzuhalten. Die Stolpersteine seien ein sichtbares Zeichen hierfür.
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