Toleranz und Courage

Gerhard Schade beglückwünscht die Gewinner des Preises für Zivilcourage.
Jena: Rathaus | Dass Verantwortung kein Gegenstand, sondern vielmehr ein Gefühl und eine Haltung ist, stand bei der diesjährigen Verleihung des Charlotte-Figulla-Preises an oberster Stelle. Ziel und Gedanke ist einen Beitrag zum positiven Miteinander zu leisten. Unter Gesichtspunkten der Toleranz und Weltoffenheit wurde er in Jena bereits zum siebten Mal verliehen. Aus zehn Vorschlägen hatte die Jury die „Qual der Wahl“. Selbstgeschriebene Gedichte, eigens erstellte Homepages oder ein Video zum Thema „FairANTWORTung“ repräsentierten die große Vielfalt der Einsendungen aller Kinder und Jugendlichen. Gewinner sind die Schüler der Jenaplanschule mit dem Projekt „SchülerFAIRma“. Die seit elf Jahren bestehenden Kontakte mit Schülern aus Nicaragua wurden durch einen Besuch der Schule „Corazón de Jesús“ entscheidend intensiviert, echte Freundschaften der Schüler untereinander entstanden. Das Preisgeld wird nun, zusammen mit dem Erlös von selbstorganisierten Märkten und Verkäufen der Schüler dafür verwendet, auch weiterhin den Kontakt zu der Schule in San Marcos zu pflegen. „Das Tun des Selbstverständlichen“ nannte es Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. „Von beherzten Einzeltaten, bis hin zu Gruppen, die sich für soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben“ war Einsendekriterium für den nun zum zehnten Mal verliehenen Preis für Zivilcourage. Sieben Vorschläge spiegeln nur einen klein Teil von dem wieder, was in Jena alles an zivilcouragiertem Verhalten passiert. Doch der Gewinner hat in diesem Jahr ein deutliches Zeichen gesetzt und die Jury damit überzeugt. Das Karawane-Festival hat im letzten Jahr mit allen Beteiligten, Besuchern und Verantwortlichen klar herausgestellt, dass die Würde des Menschen, egal welcher Herkunft, unantastbar ist. Gerade der Mut, die Dinge beim Namen zu nennen war es, dass selbst Dr. Albrecht Schröter das Engagement der Organisatoren würdigte. „Gefahr geht nicht von den Migranten aus, sondern von der Gesellschaft und wie sie mit ihnen umgeht.“ Es wurde auf die vom Gesetz festgeschriebene Residenzpflicht in Deutschland lebender Asylanten aufmerksam gemacht und die damit verbundene Unmenschlichkeit. Die Idee „grenzenloser Solidarität auf der ganzen Welt“ sollte mit dem dreitätigen Konzert nach außen getragen werden. Daher sieht man den Preis als kleinen aber vor allem wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Diesjähriger Spender der 1000€ Preisgeld ist die Firma ASI-Anlagen. Geschäftsführer Gerhard Schade sieht Jena mit seinen Bürgern als Vorzeigestadt, auch international.
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