Über vergletscherte Berge und am heiligen See

Von ihrer dritten Reise mit Kindern und Kamelen in der mongolischen Steppe zurückgekehrt: Die Reisejournalisten Barbara Vetter und Vincent Heiland und ihre Töchter Saba und Lola.

Mit nicht weniger als 120 Kilogramm Gepäck sind die Jenaer Reisejournalisten Barbara Vetter und Vincent Heiland und ihre Töchter Saba (7) und Lola (3) am Dienstag von ihrer 8-wöchigen Mongolei-Reise zurück gekehrt. „Es war bis zum Schluss eine spannende Reise, die einige Überraschungen mit sich brachte und uns in die hintersten Winkel des mongolischen Altai-Gebirges führte“, schwärmen die Globetrotter.

Insgesamt sechs Wochen lang war die vierköpfige Familie in diesem Jahr mit drei Kamelen und einer befreundeten Mongolin, die bei der Kommunikation mit den traditionellen Nomaden half, im Westen der Mongolei unterwegs – nach 2011 und 2012 ihre dritte Reise in das am dünnsten besiedelte Land der Erde. Zu Beginn musste die Familie zunächst mit einer traurigen Nachricht fertig werden: Das geliebte Kamel „Botok“, das in den vergangenen Jahren die Kinder während der Wanderung geschaukelt hatte, war gestorben! Mit Hilfe von Bekannten wurde ein „neuer“ Botok gefunden: Ein Mongole lieh ihnen eine sehr vorsichtige, trächtige Kamelstute. „Saba ist sehr viel auf ihr geritten und konnte am Ende richtig gut mit dem fast drei Meter hohen Tier umgehen“, freut sich Vincent Heiland.

Mystische Stimmung am heiligen See

In diesem Jahr erwanderten sie den mit 4.362 Metern zweithöchsten Berg der Mongolei, Munkh Khairkhan Uul, an dessen vergletschertem Fuß sie im letzten Jahr gescheitert waren, von der Nord-West-Seite. „Ein weiter Höhepunkt war der „Noogon Nuur“, ein heiliger See, an dessen Ufer Leichen nach buddhistischer Tradition luftbestattet werden“, verrät Barbara Vetter. Obwohl sie keine Bestattung miterlebten, zog dieser Ort sie in ihren Bann. „Der fast ausgetrocknete, „grüne“ See, weiße Steine am Ufer, die aus der Ferne wie Knochen aussehen, und ein Gewitter, das beim Abstieg eine ganz besondere Lichtstimmung erzeugte – das war richtig mystisch.“ Sie trafen auf Nomaden, die selbst bei minus 50 Grad im Winter in den Bergen bleiben. „Das war uns auch neu“, gibt Vincent Heiland zu. „Sie leben so tief im Altai-Gebirge, dass der Weg ins Tal zu weit wäre. Und nutzen dann natürlich den heiligen See, um ihre Toten zu bestatten.“

Die Bilder und Geschichten ihrer diesjährigen, 344 Kilometer langen Wanderung arbeiten Barbara Vetter und Vincent Heiland nun in ihren aktuellen „Mongolei“-Vortrag ein, der im Rahmen des Lichtbildarena-Festivals vom 8. bis 10. November aufgeführt wird und auf den sich die Reisejournalisten schon ganz besonders freuen: „Die original mongolische Band „Egschiglen“ wird uns live mit traditioneller Pferdekopfgeige und Obertongesang begleiten und echtes Nomaden-Gefühl erzeugen!“
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