Ungewöhnliche Einblicke auf der Runde der Erkenntnis zur Museumsnacht

Griechische Keramiken aus dem Athen des 6. Jh. v. Ch. in der neuen Schauhalle der Antikensammlung. Kustos Dr. Dennis Graen erklärt die Schätze Katy Kasten-Wutzler. Foto: H.-W. Kreidner (Foto: Hans-Werner Kreidner)
JENA. Eine Alternative zu einem unglücklichen Freitag, den 13., sind die Museen, die mit 155 Veranstaltungen eine „Lange Nacht“ der Erkenntnis prophezeien. Man sollte nur zur rechten Zeit am rechten Tor stehen. Zu den neuen Häusern, die erstmals ihre Pforten öffnen, gehört ein besonderes Museum, das eigentlich noch gar nicht zugänglich ist und nur zur Museumsnacht Einblick gewährt: die Antikensammlung des früheren Archäologischen Museums der Friedrich-Schiller-Universität, die in einem ehemaligen Zeiss-Werksgebäude in der Carl-Pulfrich-Straße 2 (neben dem Sozialamt) noch vollständig eingerichtet wird. Damit sich keiner verläuft, wird der Weg von der Schott-Villa aus gekennzeichnet sein. 19 bis 23 Uhr werden alte Klänge der Antike die neue Schauhalle der Antikensammlung erfüllen. Die nach neuesten musikarchäologischen Erkenntnissen anhand antiker Instrumente und Notenzeichen rekonstruierte Musik der alten Griechen und Römer können die Gäste bei Snacks und Getränken nach uralten Rezepten genießen. Betrachtet werden können Vasen, Kleinbronzen, Gläser, Terrakotten, Schmuck und auch ein griechischer Bronzehelm aus Olympia. Platz gefunden haben Statuen, Reliefs und Porträts, ein überlebensgroßer Hermes, ebenso ein Apollo.

Nach 50 Jahren magaziniertem Dasein sollen zur Neueröffnung im Oktober 2011 sämtliche 1800 Exponate der Sammlung Antiker Kleinkunst und der Gipsabguss-Sammlung erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Museum mit dem neuen Schaudepot wächst weiter. Von der Gipsabguss-Sammlung befinden sich noch 284 ausgelagerte Gipsabdrücke antiker Plastik in Berlin, die zurückgeholt werden. 90 ägyptische Objekte aus dem Thüringer Landesamt für Archäologie Weimar und 59 Objekte wie Mosaiken und Originalstatuen einer privaten Sammlung aus der Schweiz, kommen als Dauerleihgabe hinzu. Sie ergänzen die Bestände ganz hervorragend. Die Sammlungen waren bis 1962 Teil des Archäologischen Museums der Jenaer Universität. Sie umfassen Keramiken, Terrakotten und Kleinbronzen von der mykenischen bis in die römische Zeit. Den Grundstock bildete 1846 eine Schenkung des Herzogs Joseph von Sachsen-Altenburg, vor allem in etruskischen Gräbern gefundene attische und etruskische Keramik des 6. und 5. Jh. v. Chr.
(Text: Hans-Werner Kreidner)
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