Ein Leben nach dem Tod?

. . . hätte sich Kaiser Wilhelm I sicher gewünscht. (Foto: Anton von Werner (gemeinfrei))
Jena: Stadt |

Organspende?


Vor diese Frage wurde ich jetzt durch ein Sonderheft meiner Krankenkasse gestellt.

Natürlich ist das mit dem Leben nach dem Tod symbolisch gemeint, aber ein bisschen Wahrheit ist der Aussage trotzdem beizumessen.
Ein Weiterleben - nicht als Seele sondern als Teil(leben) in einem anderen Körper der dringend der Hilfe bedurfte - die letzte Hilfe die ein Mensch einem anderen erweisen kann. Der eigene Tod rettet ein Leben! Wäre das nicht ein beruhigendes Gefühl durch eine Organspende noch Gutes getan zu haben?

Die Entscheidung zu solch einem Schritt greift natürlich mehr oder weniger tief in die Privatsphäre jedes einzelnen Menschen, der vor diese Frage gestellt wird, ein.

Fest steht jedenfalls (eventuelle Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe außer Acht gelassen), dass das es zu wenig Organspenden gibt. Meiner Meinung nach lag das in der Vergangenheit ganz einfach an der gesetzlichen Grundlage.
Wenn vorher der Spende nicht zugestimmt wurde durfte kein Organ entnommen werden.
Durch eine einfache Negation, die der Gesetzgeber verpasst hatte, hätte die Gesetzlichkeit so aussehen können:
Wenn nicht vorher einer Spende widersprochen wäre durfte auf jeden Fall ein Organ entnommen werden.

Seit dem 1. November 2012 sind die Krankenkassen verpflichtet, alle Versicherten ab 16 Jahren persönlich anzuschreiben und aufzufordern, sich mit der Frage der eigenen Spendenbereitschaft ernsthaft zu befassen und gegebenenfalls eine Erklärung auch zu dokumentieren.
Aus diesem Grund bekommen jetzt alle Versicherten (hier der TK) ein Aufklärungsheft

Natürlich wäre das sicher auch im Rahmen des Umtausches der Versichertenausweise (Passbild) möglich gewesen und hätte zusätzliche Kosten gespart. So hätte die entsprechende Willensbekundung zur Organspende gleich auf der Chipkarte abgespeichert sein können, neben der Blutgruppe, die ich als Autofahrer hier auch vermisse.
Mittlerweilen benötigt man einen Chipkartencontainer für alle möglichen Karten. 'Eine' weniger wäre mehr gewesen.

Trotz allem, ich habe mich entschieden und mache das Kreuzchen in den ersten obersten Kreis auf der Karte. Ich hoffe nicht, dass ich selber das 'Kreuzchen' eines anderen benötige - aber die heutige Zeit ist zu schnelllebig.
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8 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 29.11.2012 | 20:20  
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.11.2012 | 22:18  
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Regina Kleiber aus Sondershausen | 29.11.2012 | 22:38  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 29.11.2012 | 22:46  
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Regina Kleiber aus Sondershausen | 29.11.2012 | 22:49  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 29.11.2012 | 23:02  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 30.11.2012 | 09:19  
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Renate Jung aus Erfurt | 03.12.2012 | 10:32  
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