Geschenke für die Kinder

In der vergangenen Woche beteiligte sich der Schlachthof Jena mit einer Spende über 1.000 Euro an der Geschenkaktion. Inhaberin Uta Voigt-Jacob (2.v.re.) und ihr Ehemann Gerhard Jacob (re.) übergaben den symbolische Scheck an den Verein.
In diesem Jahr feiert der Jenaer Tschernobylverein sein 20-jähriges Bestehen. Erste große Aktion im Jubiläumsjahr ist die traditionelle Geschenkübergabe an Kinder der Region Krasnopolje anlässlich des weißrussischen Weihnachtsfestes, das in der ersten Januarwoche gefeiert wird.

Am Sonntag starten die Vereinsmitglieder Jürgen Schmidt, Herbert Bartsch und Denise Umbreit ihre Reise in die von der Reaktorkatastrophe stark betroffene Region. Mit Spendengeldern werden sie die bei einem Lebensmittelhändler bestellten, mit Obst und weihnachtlichen Naschereien gefüllten Päckchen bezahlen und diese dann persönlich an rund 280 Kinder in Schulen, Kindergärten und Waisenhäusern in sieben Dörfern übereichen. Bis zuletzt stand die Aktion allerdings auf der Kippe, da die Finanzierung nicht gesichert war.

Spendenaufrufe im AA und den Tageszeitungen trugen dazu bei, dass die Lücke doch noch kurzfristig geschlossen werden konnte und sogar noch etwas Geld übrig ist. Dieses wird dazu verwendete, einige Sportgeräte einzukaufen und damit einen im Vorjahr geäußerten Wunsch einer Schule zu erfüllen. Die seit fünf Jahren angewandte Praxis, in Jena Geld zu sammeln und damit vor Ort die Geschenke einzukaufen, hat sich gut bewährt, wie der Vereinsvorsitzende Jürgen Schmidt erklärt. Zuvor waren von Jenaer Familien gepackte Geschenkpäckchen mit Transportern nach Weißrussland gebracht und dort verteilt worden. Doch die weißrussischen Zollbehörden erschwerten die Einfuhr immer mehr, beim letzten derartigen Transport erreichten die Weihnachtspäckchen erst nach drei Monaten die Kinder. Positiver Nebeneffekt bei der neuen Verfahrensweise: Alle Kinder bekommen das Gleiche und es gibt keinen Neid.

Früher wären entgegen der Vereinsvorgaben, wie Jürgen Schmidt erzählt, schon mal ein Walkman oder etwas ähnlich Wertvolles im Paket gelandet, was für Reibereien und sogar Tränen gesorgt hätte. Im Jubiläumsjahr soll es auch wieder im Frühjahr und Herbst zwei Erholungsaufenthalte von weißrussischen Kindern in Jena geben. Hier hofft der Verein erneut auf die Unterstützung von Familien aus Jena und dem Umland bei der Aufnahme der Gastkinder.
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