Kirche hautnah

Wann? 19.04.2011 bis 19.04.2011

Wo? Stadtkirche, Kirchplatz, 07743 Jena DE
Superintendent Diethard Kamm hofft auch weiterhin auf viele aktive Mitglieder und soziales Engagement aus der Bevölkerung
Jena: Stadtkirche | Entgegen dem aktuellen Trend der Austritte aus den Kirchen, zählt die Gemeinde Jena ein stetiges Niveau von 20.000 Mitgliedern. Grund dafür ist laut der Verantwortlichen eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden, die sich im Umkreis von rund 40km befinden. Die Interessen der Bürger werden hierbei berücksichtigt und durchgesetzt. Ahnenforschung wird nun beispielsweise auch am heimischen Computer möglich. Durch die aufwendige Digitalisierung aller kirchlichen Schriften seit dem frühen 17. Jahrhundert, kann diese jahrelange Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität nun bald abgeschlossen werden. Doch unmittelbar blickt man auf einen erst kürzlich geschlossenen Vertrag mit der FSU. Arbeitspsychologin Iris Bertenstein hat mit Hilfe von detaillierten Analysen den Grundstein dafür gelegt, Inhalte deutlicher vermitteln zu können. Diese Evaluation ist Basis und Arbeitsgrundlage für die kommende Zeit und klärt die Frage, wie kirchliche Arbeit weiter organisiert werden kann. Jedoch ist auch hier eine notwenige Autonomie nur durch ausreichende finanzielle Mittel möglich. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt die Ausmaße fehlender Ressourcen: Noch vor der Wende gab es personelle Möglichkeiten, auf die mittlerweile nicht mehr zurückgegriffen werden kann. Daher ist man froh, diese mangelnden Arbeitskräfte durch viel ehrenamtliches Engagement annährend ausgleichen zu können. Und mit genau diesen aktiven Mitgliedern wird unter der Jahreskampagne „Klimawandel – Lebenswandel“ im September ein Schöpfungstag der Arbeitsgemeinde christlicher Kirchen stattfinden. Das Thema „Verantwortung für die Umwelt“ ist dabei Ausgangspunkt der Informationsstände. Alternative Verkehrs- und Energiekonzepte sind bereits in der Planung, um interessierten Passanten diese Möglichkeiten näher zu bringen. Superintendent Diethard Kamm verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Ereignisse in Fukushima: „Gerade unter Berücksichtigung der Geschehnisse in Japan, ist dieser Wandel unseres Denkens elementar wichtig für unsere Zukunft – Kirche ist für alle da“. Auch der am 13.6. auf dem Marktplatz stattfindende ökumenische Pfingstgottesdienst, wird diese Themen aufgreifen, um ein Verständnis in der Bevölkerung zu erreichen. Die nicht nutzbare Stadtkirche ist Grund dieses „Ausweichortes“ und befindet sich derzeit in den Renovierungsmaßnahmen, die hauptsächlich über Spenden finanziert werden. „Wir sind sehr froh über die aktuelle Spendensumme von über 152.000€, die seit November zusammengekommen ist“, so Kamm. Doch mit genau diesem Hintergrund, findet am 6. Mai ein Benefiz- bzw. „Bausteinkonzert“ statt. Drei Gospelchöre leiten durch den Abend und machen erneut auf die schwierige Lage der Stadtkirche aufmerksam. Eine Woche danach wird in der Museumsnacht wiederum die Stadtkirche gegen Abend geöffnet, um verschiedene Ausstellungsräume besuchen zu können.
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