Mehr als eine zarte Versuchung zum Muttertag

Künstlerin aus Leidenschaft - Susanne Assmann hat jede Menge süße Geschenkideen für den Muttertag.
 
Etwas für den süßen Zahn - was Susanne Assmann aus Schokolade zaubert, kann man in dem kleinen Laden in der Wagnergasse bestaunen.
Jena: assmann | Jena. Seit März gibt es in der Jenaer Wagnergasse 6 eine kleine Chocolaterie - eine Mischung aus Café und Ladenbetrieb.
Die Geschichte, wie Susanne Assmann zum eigenen Schokoladengeschäft kam, ist ebenso amüsant wie bemerkenswert. „2007 wollt die Klasse meines Sohnes Josua Pralinen auf dem Adventsbasar in der Schule anbieten. Gemeinsam stellten wir die ersten eigenen Pralinen her. Seitdem machen wir das jedes Jahr.“
Das Schlüsselerlebnis, mehr aus dem Hobby zu machen, hatte Frau Assmann im Dezember 2009. „Ich hatte etwa 70 Kaffeepralinen gefertigt. Ein Herr kostete und sagte: ‚Ich nehme sie alle’. Das war unglaublich“.

Seitdem folgten mehrere Pralinenkurse und sogar ein Zertifikat vom "Verband der Köche" Deutschlands. Bereits im November 2011 startete Sie mit dem Online-Shop "Schokoladen-Kunst.de", den ihr Sohn Alberto programmiert hat.
"Vor allem mein Mann und meine beiden Söhne haben mir sehr geholfen, meinen Traum von einer eigenen Chocolaterie in Jena zu verwirklichen."
In ihrer kleinen Küche entstehen nicht nur Pralinen und Tafelschokolade, sondern auch Desserts, Petits fours und Auftragsarbeiten.

„Im Winter bevorzugten die Menschen kräftige Sorten mit Marzipan oder alkoholische Pralinen. Zu Ostern ging Nougat und jetzt sind Fruchtfüllungen gefragt. Nicht zu vergessen die Kaffeepralinen. Das war meine erste eigene Kreation“, verrät die Schokoladenfrau. "Am Wichtigsten sind erstklassige Produkte. Das fängt bei der Schokolade an und geht bis hin zu den Verpackungen."

Die gelernte Buchhändlerin studierte neben ihrem Beruf Kunstgeschichte, Archäologie und Altorientalistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. " Leider bleibt dafür als Existenzgründerin im Augenblick wenig Zeit, aber die Beschäftigung mit den Hinterlassenschaften längst vergangener Kulturen und ihren Schriften wird mich mein ganzes Leben begleiten. Deshalb plane ich zum Beispiel Schrifttafeln aus Zypern und Kreta aus Schokolade zu gießen."
Gerade kehrte sie von einem Seminar mit dem bekannten Chocolatier, Konditormeister und Buchautor („Spirit of Chocolate“) Joachim Habiger zurück. Gemeinsam entstanden Schokoladenschaustücke, die zur Zeit im Schaufenster ausgestellt sind und neben neugierigen Blicken immer wieder die Frage aufwerfen: "Ist das wirklich alles aus Schokolade?".

"Den Austausch mit Berufskollegen schätze ich sehr, man muss sich weiter entwickeln, kreativ bleiben“, sagt sie. Ihre Inspiration holt sie sich, wenn sie über den Markt schlendert oder in der Natur Düfte und Gerüche wahr nimmt. „Bei einer neuen Kreation probiere ich so lange, bis es rund schmeckt“, verrät Frau Assmann, dann erst dürfen Familie und Freunde kosten.

Regionale Produkte werden ergänzt durch Zutaten aus aller Welt. Die Liste reicht von heimischer Pfefferminze, kandierten Veilchen - und Lavendelblüten über biologische Orangen aus Sizilien bis hin zu Gojibeeren und Tasmanischen Pfeffer. "Chili liegt weiter im Trend", sagt die Pralinenproduzentin, "aber die Schärfe darf nicht überwiegen". Bei den Tafelschokoladen ist neben Weißer Schokolade mit Datteln und Zimt oder Vollmilch mit Mandel und Sezuanpfeffer vor allem die Tafel mit 70 % Kakaoanteil, Goldstaub und Karamell sehr beliebt.
Pralinen mit Firmenlogo oder Foto fertigt die Jenenserin ebenso wie Torten, Dessertbuffets oder Schokoladenschaustücke. Aber auch an Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten wurde gedacht. "Mir ist wichtig, dass auch Allergiker bei mir etwas zum Naschen finden."

"Natürlich kann ich nicht alles selbst produzieren" sagt die Geschäftsfrau ehrlich. "Deshalb habe ich mir kleine Confisserien und Manufakturen gesucht, deren hochwertige Erzeugnisse mein Angebot stilvoll ergänzen".

Die Fachfrau empfiehlt, die Schokolade schnell aufzubrauchen, da deren Haltbarkeit sehr begrenzt sei. „Offene Schokolade kann zwei bis drei, geschlossene Pralinen (im Hohlkörper mit Überzug) acht bis zehn Wochen aufbewahrt werden. Alkoholische Pralinen etwa zwei Wochen länger.“ Nussschokolade, so der Expertenrat, sollte keinesfalls länger als ein halbes Jahr liegen.

Tipp: Am 11. Mai ist Susanne Assmann von Schokoladen-Kunst mit einem Stand bei der "Tropischen Nacht" im Botanischen Garten in Jena vertreten. Neben Desserts und kleinen Köstlichkeiten kann man dort auch Pralinen und Schokolade probieren.
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6 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 08.05.2012 | 23:15  
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Tobias Schindegger aus Gotha | 09.05.2012 | 11:40  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 09.05.2012 | 20:04  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 09.05.2012 | 20:11  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 09.05.2012 | 20:17  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 09.05.2012 | 20:30  
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