Tödlicher Unfall auf der A 4

Der verunfallte BMW. (Foto: Autobahnpolizeiinspektion)
Magdala: A 4 |

Wie die Autobahnpolizeiinspektion meldet, wurde heute, am 22. September, ein 14-jähriges Mädchen bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 4 tödlich verletzt.

Zu dem schweren Unfall kam es gegen 00.30 Uhr auf der A 4 zwischen den Anschlussstellen Bucha und Magdala, als sich aus noch ungeklärter Ursache ein Pkw BMW 525d überschlug. Insassen waren eine vierköpfige Familie aus Darmstadt. Der 45-Jährige Familienvater, die 39-Jährige Mutter und die 20-Jährige Tochter wurden schwer verletzt. Die 14-jährige Tochter erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.

Als Unfallursache wird ein Reifenplatzer vermutet, infolgedessen das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war und sich einer Böschung überschlug. Die 14-Jährige Tochter war nicht angeschnallt und wurde aus dem Auto geschleudert. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die Eltern und die ältere Schwester kamen ins Klinikum Jena und werden stationär aufgenommen.

Die A 4 war in Richtung Frankfurt/M. bis 6.15 Uhr voll gesperrt, was für Stau und Behinderungen auf der Umleitungsstrecke in Jena sorgte.

Es besteht der Verdacht, dass ein kleinerer gelber Autotransporter mit polnischem Kennzeichen in den Unfall verwickelt war. Der Transporter wurde 8.45 Uhr bei Nohra gefunden. In welchem Zusammenhang dieser mit dem Unfall steht, wird derzeit ermittelt.

Nachtrag am 22. September, 15.24 Uhr:

Bei dem gesuchten Autotransporter handelt es sich um einen polnischen
Kleintransporter. Das Fahrzeug hat mit dem eigentlichen Unfall nichts zu tun.
Der 59-jährige polnische Fahrer hatte als Erster unmittelbar nach dem Unfall
des BMW mitten auf der Fahrbahn an der Unfallstelle angehalten. Er war
jedoch nicht ausgestiegen um Hilfe zu leisten oder hat nach Hilfe gerufen.
Ein weiterer Lkw kam dahinter nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und fuhr
leicht auf den polnischen Kleintransporter auf. Danach entfernte sich der
polnische Fahrer pflichtwidrig von der Unfallstelle. Wegen der Unfallflucht
und der unterlassenen Hilfeleistung legte die Staatsanwaltschaft Erfurt eine
Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 EUR fest.
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