Zum Artikel vom 06.07.14: "Mein Chef ein Serienmörder?", von Matthias S. Freund

Jena: Jena Auerstedt 2011 | Sehr geehrter Herr Freund,

vielen Dank für Ihren interessanten Artikel. Ich glaube auch, dass es Menschen mit den von Ihnen beschrieben Störungen überdurchschnittlich häufig in Führungspositionen schaffen.
Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn musste ich auch unter einem solchen skrupellosen Chef leiden. Gerade auch die Kritik vor allen anderen Kollegen traf wiederholt bestimmte Mitarbeiter. Sie wurden unter wilden Beschimpfungen regelrecht zusammengebrüllt.
Ego, Selbstbewusstsein und die Überzeugung von seinen eigenen Fähigkeiten waren bei diesem Menschen schier grenzenlos. Und tatsächlich hat er auch „verbrannte Erde“ hinterlassen als es der Geschäftsführung endlich gelang, ihn loszuwerden.

Solche Psychopathen (in der Psychiatrie spricht man heute von dissozialer Persönlichkeitsstörung) haben aber nicht zwangsläufig den Hang zum Serienmörder. Man unterteilt eher diejenigen, die die Befriedigung ihrer Gier, Aggression und Machtausübung kontrollieren, die Erfüllung ihrer Bedürfnisse kalkuliert aufschieben können. Solche Menschen machen durch ihre Rücksichtslosigkeit und ihr übersteigertes Ego Kariere, landen oft in Chefetagen.
Die andere Gruppe, die nicht in der Lage ist, die genannten Bedürfnisse zu kontrollieren, deren Triebe sie übermächtig zum Ausleben derselben zwingen, werden zu (wiederholten) Gewalttätern und landen in der Forensischen Psychiatrie.

Dr. med. Thomas Regenspurger
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