Nachhaltige Forstwirtschaft

Der zunehmende globale Holzbedarf in den vergangenen Jahrzehnten führt zu einem immer akuter werdenden Problem: Während Wälder früher nachwachsen konnten, werden sie nun rücksichtslos abgeholzt. Dadurch geht wertvoller Wald, insbesondere in tropischen Gebieten, unwiederbringlich verloren. Waldrodung aus Profitinteresse zerstört Tag für Tag große Flächen komplexer Ökosysteme. Engagierte Institutionen begegnen diesem Zustand mit dem Konzept der nachhaltigen Forstwirtschaft.

Die Kriterien für eine nachhaltige Forstwirtschaft


Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutet, dass die Grundlagen des Wirtschaftens nicht vernichtet werden. Wenn Unternehmen riesige Wälder flächendeckend roden, bleibt nichts außer Verwüstung. Die nachhaltige Forstwirtschaft setzt dagegen auf schonendes Fällen einzelner Bäume mit gleichzeitiger Aufforstung. Dadurch können die Verantwortlichen Wälder ökonomisch nutzen, ohne deren Bestand zu gefährden. Dabei beschränkt sich die Notwendigkeit der nachhaltigen Waldwirtschaft nicht allein auf Regenwälder, wenngleich dort der dringendste Handlungsbedarf besteht. Auch in Deutschland und in den anderen europäischen Ländern erfüllt dieses Konzept einen wichtigen Zweck: So stellt es sicher, dass einheimische Laubbäume nicht durch schnell wachsende Hölzer ersetzt werden. Das erhält ökologische Vielfalt, was sich auch positiv auf die Tierwelt auswirkt. Zudem verzichten nachhaltige Forstbetriebe auf den Einsatz von Pestiziden und Düngern sowie auf Bodenentwässerung. Nachhaltigkeit in der Holzwirtschaft garantiert, dass auch Wälder hierzulande als natürlicher Lebensraum geschützt werden.

Verbraucher können mit bewusstem Kaufen der Umwelt helfen


Jeder Käufer von Holzprodukten kann seinen Beitrag dazu leisten, dass Wälder weltweit geschützt werden. Sie können gezielt Waren erwerben, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Dazu müssen sie nicht selbst recherchieren, verschiedene Gütesiegel geben eine Entscheidungshilfe. Als erste Organisation trat Forest Stewardship Council (FSC) für diese ökologische Idee ein und zeichnet seitdem solche Holzprodukte mit einem Zertifikat aus. Dabei legt der FSC auch soziale Kriterien an, die Behandlung der Beschäftigten etwa. Mittlerweile finden sich zahlreiche weitere Gütesiegel, die zumindest den ökologischen Aspekt überprüfen. Dazu zählt das Siegel des „Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes“ (PEFC). Das nationale Gütesiegel Deutsches Forst Service Zertifikat orientiert sich an den PEFC-Standards, das Naturland-Umweltzeichen an den strengeren Kriterien des FSC.

Bildquelle: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de
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