Unkrautstecher am Straßenrand

Zackenschoten im Mohnfeld
Jena: Winzerla |

Kampf den Zackenschoten!

Gestern konnte man auf dem wilden Wiesenstreifen am Damaschkeweg in Richtung Winzerla den wilden, doch sehr nützlichen Aktionismus eines sich mit Fahrrad fortbewegenden Mannes beobachten: Er ging vermutlich mit einem speziellen, im Phyletischen Museum ausleihbaren extra langen Ausstecher den Pfahlwurzeln der Zackenschote zu Leibe. Lustig war´s, dieser sinnvollen Maßnahme zuzuschauen!
Die Bürgerstiftung Jena organisiert jährlich die systematische Bekämpfung der Unkrautpflanze, z.B. auf der Trüperschen Streuobstwiese im Kernbergviertel. Bürgerstiftung Aktion Zackenschoten- Stechen
Das „Orientalische Zackenschötchen“ (Bunias orientalis) kommt ursprünglich in Sibirien und Osteuropa vor, ist sehr invasiv, verdrängt alle anderen Pflanzen und breitet sich mit seinen vielen produzierten Samen sehr schnell aus, wenn es nicht vor der Samenreife einschließlich Pfahlwurzel ausgestochen wird.
Wenn auch der Anblick gelber Farbtupfer auf Wiesen oder an Zäunen und Baugruben den Betrachter für den Moment erfreuen kann, so ist die Bekämpfung dieser Pflanze (am besten radikal und mit Menschenhand!) im Sinne des Erhalts der Artenvielfalt doch sehr wichtig!
Übrigens: Die jungen und noch zarten Triebe können gekocht oder auch als Salat verzehrt werden. Die einjährige Wurzel wird wie Meerrettich verwendet (Wikipedia). So hat die Pflanze, wenn sie denn ausgestochen wird, doch noch einen Nutzen!
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