20 Jahre künstliches Gebilde "Saale-Holzland-Kreis"

Kein Grund zum Feiern!


Im Eisenberger Landratsamt feiert man 20 Jahre Saale-Holzland-Kreis. Mit schlichter Volksbelustigung, geladenen Gästen und wie schon im Mittelalter natürlich auf einem Schloß! Und wie auf einer Feier üblich, werden die angestauten Probleme und Konflikte gezielt verdrängt.
Ebenso spielt keine Rolle, ob der künstlich geschaffene Kreis in Wirtschaft oder Bevölkerung verwurzelt war und ist. Der vor nunmehr 20 Jahren "erfundene" Saale-Holzland-Kreis (SHK) ist dabei nur ein Beispiel von vielen in Thüringen. Der Volksmund macht dazu seine Meinung mit SHK-Interpretationen wie "Sack-Holzkohle-Kreis", "Sylt-Helgoland-Kreis", "Stadtroda-Hermsdorf-Kahla", "Saale-Holz-Kopf" und derberen deutlich. Es könnte einem mit "Schloß-Heller-Kallus" noch eine weitere Satire einfallen...
Hier herrschen wie zu Herzogs Zeiten Landrat und Kommunalaufsicht auf Schloß Christiansburg in Eisenberg, abgeschieden am Rande des Kreisgebietes gelegen und von Camburg und Kahla aus gesehen am Ende des Universums (siehe auch nebenstehende Leserbriefe).

Dabei scheint sich die Geschichte zu wiederholen:
Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg hatte vor 300 Jahren im Größenwahn in Eisenberg das Schloß aus- und die Schloßkirche neu gebaut und durch völlig übertriebene Hofhaltung "sein" Land finanziell ruiniert. Wegen des chronischen Geldmangels wandte er sich in seinen letzten Lebensjahren der Alchemie zu und glaubte, mit Geistern in Verbindung zu stehen.
Das assoziiert beinahe zwangsläufig mit dem Namen Günter Geister, dem früheren Betriebsführer der W+A Holzland GmbH, Geschäftsbesorgerin des hiesigen Wasserverbandes und eine RWE-Subtochter. Die betroffene Bürgerschaft im Wasserverbandsgebiet denkt mit Schrecken an dessen Rolle sowie die des Leiters der Kommunalaufsicht, Michael Kallus, bei der Zwangsvereinigung des bankrotten "WAV Kahla" mit dem ZWA "Holzland", beide mit dem selben privaten Geschäftsbesorger, im Jahre 2002!
Wir alle im Verbandsgebiet leiden weiterhin unter den Folgen!

Aber aus genanntem Fusionsstreit ergaben sich seinerzeit für uns auch zwei wesentliche Schlußfolgerungen, die weiterhin gültig sind:

  1. 1. Wir Bürger können unglaublich viel Druck erzeugen und haben - vereint mit Verbündeten und fundierten Alternativvorschlägen - alle Chancen, bürger- und demokratiefreundliche Lösungen durchzusetzen!

  2. 2. Die herrschenden Machtstrukturen im Kreisgebiet müssen durch eine Gebietsreform zerschlagen werden! Im konkreten Fall sind sie in großen Teilen deckungsgleich mit Strukturen des Wasserverbandes, so daß diese Leute (Stichworte: Verbandsräte, Kommunalaufsicht, Landrat, Teile der Landesregierung) sich immer gegen die Bürger stellen werden!


Übrigens: Durch Herzog Christians Überschuldung zerfiel das Land nach dessen Tod...

Es bleibt also die Hoffnung, daß es in weiteren 20 Jahren das bürgerfeindliche Konstrukt "Saale-Holzland-Kreis" auf Grund einer nicht mehr lange aufschiebbaren, notwendigen Gebietsreform nicht mehr geben wird! Das wäre dann tatsächlich ein Grund zum Feiern!


Nachstehende Karte zeigt deutlich, wie unsinnig das Kreisgebiet im Umfeld der starken Zentren (z. B. Jena) angeordnet ist und jene sogar in ihrer Entwicklung behindert:

Bildquelle: Direktlink von Wikipedia
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