50 km/h am Seidelpark - nun ist es soweit

Nun ist es soweit, der Abbau der Verschuldung der Stadt Jena kann in großen Schritten weitergehen!!! Dank der guten Zusammenarbeit mit Jenoptik.

Ziel der Verkehrsüberwachung ist es, den Verkehrsteilnehmer dazu anzuhalten, sich an die Vorschriften der StVO zu halten.
Durch den Stadtrat der Stadt Jena wurde am 20.10.1999 - Beschl.-Nr. 99/10/04/0086 - beschlossen, Geschwindigkeitsmessungen besonders in der Nähe von Schulen und Kindereinrichtungen durchzuführen. In der Begründung dieses Beschlusses heißt es: " Im Vordergrund dieser ordnungspolitischen Maßnahme muss der Schutz und die Sicherheit der Bürger stehen und nicht die Erfüllung des Haushaltsplanansatzes."
Dies scheinen unsere Stadtoberen vergessen zu haben (es ist ja auch schon so lange her); dies ist zumindest mein persönlicher Eindruck.
Nicht nur die Aufstellung der stationären Geschwindigkeitsmessanlagen im Allgemeinen sorgte für große Aufregeung, vor allem die Messstelle in der Stadtrodaer Strasse läßt so manche Gerüchte brodeln.
Nach meiner persönlichen Meinung sind die Messstellen (außer in der Stadtrodaer Strasse) schon sinnvoll inder Hinsicht, die (Verkehrs-)Sicherheit der Bürger zu erhöhen.
Zur Messstelle in der Stadtrodaer Strasse sind mir, auch in dieser chronologischen Reihenfolge, folgende Aussagen bekannt geworden:
1. die Beschränkung von 70km/h zwischen Jenertal und Jenaplan wird nicht geändert, es soll nicht heißen, die Stadt Jena will hier abzocken,
2. wegen Lärmschutz zum Wohle der Anwohner der Seidelstrasse wird diese Strecke auf 50km/h Geschwindigkeitsreduziert,
3. wegen erhöhtem Unfallgeschehen wird diese Strecke auf 50km/h Geschwindigkeitsreduziert.
Also erst Hüüh, dann Hott, und dann auch noch verschiedene Hott!!!
Ein Schelm, wer Arges dabei denkt!
Der Journalist Lutz Prager hatte zum "erhöhten Unfallgeschehen" eine Anfrage an die Jenaer Polizei gestellt, leider keine befriedigende Auskunft über die Unfallhäufigkeit bekommen, schade. Oder wird von seitens hochrangiger Stadtbediensteter Druck auf die Polizei ausgeübt???
Nicht die Unfallhäufigkeit allein, sondern auch die Unfallursachen sind entscheidend, wie von seiten der Verkehrsbehörde der Kommunen hier reagiert werden muss.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die tatsächliche Geschwindigkeit der in Fahrtrichtung stadteinwärts fahrenden Fahrzeuge durch das Aufstellen des Messgerätes schon weit vor dem Schild 50km/h deutlich reduziert wird. Damit wäre ja eigentlich das Ziel erreicht, eine Verringerung der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit.

Allerdings kommt so kein Geld rein, auch nicht für die Betreiberfirma der Messgeräte!!!
Da die Betreiberfirma nach Anzahl von scharfen Bildern bezahlt wird, müssen auch viele Fotos gemacht werden.
Da kam es doch letztens zu einem regelrechten Blitzgewitter; das Messgerät stadtauswärts war auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50km/h eingestellt, aufgestellt war allerding 70km/h, bzw. die 50er-Schilder waren nicht sichtbar. Es wurde seitens der Stadtverwaltung zugesagt, dass diese Bilder nicht ausgewertet werden. Allerdings wurden scharfe Fotos geschossen; hat nun die Betreiberfirma auf die je 2 Euro pro Bild???

Da kommt mir folgender Gedanke: Es kommt darauf an, wie der bzw. die zuständigen Stadtbediensteten zu dieser Firma stehen; man kann die Anzahl der festgestellten Geschwindigkeitsverstöße schon beeinflussen, z. B. durch die Einstellung des Auslösewertes. Je höher dieser Wert, desto weniger Verstöße werden festgestellt. Man kann das Messgerät so einstellen, dass schon eine Überschreitung von 1km/h zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren führt.

Das, anscheinend auch durch die Vorgesetzten zumindest geduldet, die Stadtbediensteten, welche das mobile Messgerät bedienen, mit dem Auslösewert sehr weit herunter gehen und an den "gewinnträchtigen" Stellen messen, kann ich mit Bestimmtheit sagen. So wird auch unmittelbar vor einem geschwindigkeitserhöhendem Verkehrszeichen gemessen. Hier wird anscheinend auf "Dummenfang" gegangen, denn wer eine geringfügige Überschreitung moniert, sprich Widerspruch einlegt, dann wird das Verfahren eingestellt. Den meisten Autofahrern ist es warscheinlich zu mühselig und so werden die 15 Euro bezahlt.

Liebe Verantwortliche der Stadt Jena - besinnt Euch wieder darauf an den Schutz und Sicherheit der Bürger zu denken - und nicht an das "Stadtsäckl"
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
13.092
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 04.10.2012 | 07:38  
13.092
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 04.10.2012 | 07:41  
56
Uwe P. Navratil aus Jena | 22.12.2014 | 18:26  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige