Bauen ist ein großes Thema

Rosa-Maria Haschke
 
Eines der Wenigenjenaer Wahrzeichen, der Jenzig, im Dezember-Schnee.
Das Jahr geht zur Neige und auch für Jena-Ost geht ein aufregendes Jahr 2010 zu Ende. Während der beleuchtete Weihnachtsbaum an der Karl-Liebknecht-Straße funkelt und die Veranstaltungen des Wenigenjenaer Adventskalenders in vollem Gang sind, schaut Ortsbürgermeisterin Rosa-Maria Haschke noch einmal zurück auf dieses interessante Jahr.

Neben der alles beherrschenden Bau- und Bauplanungsdiskussion im Jahr 2010, brachten die zahlreichen kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen Bewegung in den beliebten Jenaer Stadtteil. "Denn die Kommunikation hat sich wesentlich verbessert", sagt Rosa-Maria Haschke erleichtert. Es war nicht immer so, doch nun kann der Ortschaftsrat hervorragend mit den fünf neuen und fünf bisherigen Ratsmitgliedern arbeiten und darauf ist die Ortsbürgermeisterin sichtlich stolz. Wenigenjena ist eine aufstrebende Ortschaft. Allein die zahlreichen großen Baustellen angefangen beim Anger-Gymnasium, dem Fitnessclub POM, der Leonardo-Schule bis hin zum fertig gestellten Platz vor dem Schillerhof zeigen die stetige Entwicklung von Jena-Ost.

Dazu kommen noch zahlreiche private Baustellen. Mit der Grundsteinlegung für das Neubauprojekt "Wandlungswelten" in der Schenkstraße, Ecke Beutnitzer Straße, wurde im Frühjahr der Grundstein für ein neues betreutes Wohn- Projekt gelegt. Dieser Neubau fügt sich nahtlos in die Architektur des Stadtteils ein und machte die Nachbarn seit der Grundsteinlegung neugierig. Die neue Wohnform bietet älteren Menschen ihre eigenen Wohnräumen, lässt ihnen aber gleichzeitig den Alltag gemeinschaftlich erleben. Im kommenden Frühjahr soll dann der Einzug auch gebührend gefeiert werden. Während eine Baustelle fertig gestellt ist, werden im kommenden Jahr neue Baustellen in Jena-Ost eingerichtet.

In den Fuchslöchern wächst beständig das Wohngebiet "Fuchslöcher II" aus dem Boden. Nach dem in diesem Jahr mehrere Straßen erschlossen und fertig gestellt wurden, folgen nun die Wohnhäuser. Mit Freude bestätigt die Ortsteilbürgermeisterin dann auch, dass mit dem Zuzug der Bauherren und deren Familien ein junger und familienorientierter Stadtteil entsteht. Mit diesen guten Aussichten freut ist Rosa-Maria Haschke auch auf die neu zu errichtende Kindertagesstätte in den Fuchslöchern.

Ein wenig ernster sieht die Lage dagegen am Hausberg aus. Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich zur Sitzung in der vergangenen Woche für eine Vorzugsvariante zur Verkehrserschließung des Bebauungsgebietes Hausbergviertel klar entschieden. Nunmehr soll die Verkehrsführung allein über den Burgweg verlaufen. Damit ist die Diskussion um den Burgweg und das entstehende Baugebiet keineswegs vorbei, aber die Fakten ergeben eine klare Aussage für den Baufortschritt. Von den sechs eingereichten Varianten wird nun die Version umgesetzt, welche die geringste Betroffenheit von Bürgern, Grundstücken und der Umwelt mit sich bringt. Insgesamt neun Monate hat sich der Entscheidungsprozess hingezogen, aber auch jetzt wird die nächste Planungsphase durch den Wenigenjenaer Ortschaftsrat begleitet.

Kultur bringt zusammen

Zur Tradition wurde auch das Sommerfest im Stadtteil. In diesem Jahr wurde in einem kleineren Rahmen, auf dem neu gestalteten Platz vor dem Gasthaus "Grüne Tanne" gefeiert. Die Highlights, wie die Jenaer Rocknacht, das anschließende Höhenfeuerwerk und der musikalische Frühschoppen am folgenden Tag machte das Sommerfest zum Erlebnis für die ganze Familie. Und auch der Wenigenjenaer Adventskalender, gefüllt mit wesentlich mehr Veranstaltungen als der Kalender mit 24 Türchen Platz bietet, ist zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis geworden.

In Zukunft möchte der Ortschaftsrat die kulturellen Aktivitäten bündeln und besser kommunizieren. Wenn es nach Ortsbürgermeisterin Haschke geht, sollen die Vereine, Bildungsträger, aber auch Kindereinrichtungen und Schulen nicht mehr zufällig zusammen arbeiten. Hier will der Ortschaftsrat gern zu einer Runde mit gemeinsamer Planung für die Kultur- und Freizeitbeschäftigung einladen. Zusammen soll so das kulturelle Angebot besser entwickelt werden.

Für die Ortsbürgermeisterin ist klar: "2011 wird mindestens so aufregend, wie das scheidende Jahr". So wird im nächsten Jahr der Wenigenjenaer Ortschaftsrat wieder am wechselnden Orten tagen. Dadurch lernen die einzelnen Ratsmitglieder ihre Ortschaft besser kennen. Gleichzeitig können auch die Einwohner des Jenaer Stadtteils die Möglichkeit wahrnehmen, bei Entscheidungen des Ortschaftsrates direkt dabei zu sein, sagt Rosa-Maria Haschke. (Text und Foto: Jürgen Scheere)

22.12.2010
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