Danke Mama, dass es dir nicht egal ist, wie wir geboren werden!

Über 81.000 Unterschriften für die Petition gegen den Ausstieg der Krankenkassen aus der umfassenden Versorgung der Frauen mit Hebammenhilfe wurden in den letzten Tagen abgegeben. Die Petition ist auf change.org/elternprotest zu finden. (Foto: Mother Hood e.V.i.G.)
Bonn, 08. Mai 2015 – Weit über 85.000 UnterstützerInnen haben seit dem 1. Mai die Change-Petition “Übernahme der Kosten für Hebammen unabhängig vom Geburtsort und Geburtstermin sichern!” gezeichnet. Darunter auch bekannte Persönlichkeiten wie Nena und Nina Hagen.

So wandte sich die Sängerin Nena mit dem Verweis auf die aktuelle Elternprotest-Petition über die sozialen Medien an ihre Fans: “Jede schwangere Frau hat ein Grundrecht auf die liebevolle Begleitung ihrer Hebamme…und jedes ungeborene Kind hat ein Grundrecht auf einen liebevollen, friedlichen Empfang auf dieser Erde.” Auch Nina Hagen rief zum Handeln auf: “Bitte informiert Euch und checkt aus was hier abgeht, es ist unfassbar. Das dürfen wir nicht zulassen – wir müssen das gemeinsam angehen!”

Die vier Mother-Hood-Petenten Christina Baris, Julia Fertig, Hanno Köhncke und Michael Benecke freuen sich über diese prominente Unterstützung. “Nena und Nina Hagen beweisen damit, dass die dramatische Situation in der Versorgung mit Hebammen alle Familien in unserem Land betrifft. Ganz gleich, wie prominent du bist und wieviel Geld du hast: Wenn keine Hebammen mehr da sind, ist die Betreuung vor, während und nach der Geburt für alle Familien in Frage gestellt”, betont Julia Fertig, selbst zweifache Mutter aus Berlin.

Hanno Köhncke, fünffacher Hausgeburtsvater aus NRW, denkt an den bevorstehenden Muttertag: “Die stetig wachsende Zahl der Unterschriften zeigt deutlich, dass es den Müttern und Vätern und allen anderen Unterzeichnern nicht egal ist, wie Kinder heute und in Zukunft geboren werden”.

GKV-SV bleibt wissenschaftliche Belege schuldig

Eine offizielle Reaktion seitens des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV), an den die Petition gerichtet ist, gibt es bisher nicht. Versicherte, die sich im Zuge der Petition mit einer persönlichen Anfrage an ihre Krankenkasse gewendet haben, erhalten jedoch eine kassenübergreifende Standardantwort. Darin versichern die Kassen, es würde sich einzig um Entscheidungen im Sinne von “Qualität und Sicherheit” für Kinder und Mütter handeln. Die fehlenden wissenschaftlichen Belege für einen Teil des Kriterienkatalogs, bspw. das Überschreiten des errechneten Termins um einen Tag, blendet die Antwort jedoch aus. Ebenso den Fakt, dass mit den geplanten Einschränkungen für außerklinische Geburten allgemein das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung, Aufklärung sowie freie Wahl des Geburtsortes beschnitten wird.

Über die Petition
Mit einer Petition unter www.change.org/elternprotest wendet sich die Bundeselterninitiative “Mother Hood” direkt an die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), vertreten durch den Spitzenverband der GKV. “Mother Hood” fordert den GKV-SV auf, dass auch zukünftig die Kosten für die Hebammenhilfe unabhängig vom Geburtsort und Geburtstermin von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Über “Mother Hood”
Die Bundeselterninitiative „Mother Hood“ setzt sich u. a. für eine echte Wahlfreiheit in Bezug auf den Geburtsort und den Geburtsmodus im Sinne einer sicheren, evidenzbasierten Geburtshilfe in Deutschland ein. Der Verein geht aus der Facebookgruppe “Hebammenunterstützung” mit 16.000 Mitgliedern hervor und wurde am 22. März 2015 gegründet. Mit zahlreichen Aktionen machen Eltern seit Februar 2014 auf die größer werdenden Missstände in der geburtshilflichen Versorgung in Deutschland aufmerksam. Mother Hood ist bundesweit mit zahlreichen weiteren Initiativen rund um das Thema Geburt vernetzt. In Jena fand am 8. März 2014 eine durch Mother Hood (damals Hebammenunterstützung) organisierte Demonstration mit 1000 Teilnehmern statt. Zuletzt wurde am Internationalen Hebammentag am 5. Mai 2015 zusammen mit dem Geburtshaus Jena ein Erzählcafé rund um Schwangerschaft und Geburt veranstaltet.

Die Online-Petition kann mitgezeichnet werden unter www.change.org/elternprotest
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