Die "Sonne" geht doppelt auf

Beim Richtspruch hoch oben auf dem Dach der „Sonne“ (vorn von li.): WGCZ-Vorstand Klaus-Dieter Boshold, der anschließend den symbolischen letzten Nagel im Gebälk versenkte, und die Zimmerleute Frank Stieglitz und Frank Gerlach.
JENA. Doppelten Anlass zum Feiern gab es kürzlich für die Wohnungsgenossenschaft „Carl Zeiss“ (WGCZ): Zum einen schwebte bei strahlendem Sonnenschein der Richtkranz über dem Haus „Zur Sonne“, eines der ältesten Bauten am Markt, dass um 1370 errichtet wurde, wobei einige Wandabschnitte auf einen sogar noch älteren Vorgängerbau hindeuten. Nach langen Leerstand und Verfall sowie dem Scheitern vorangegangener Versuche von Investoren, eine Sanierung auf den Weg zu bringen, erwarb 2007 die WGCZ das Gebäude. Die gegenwärtig laufenden Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der städtischen Denkmalschutzbehörde, denn der ursprüngliche Charakter des Hauses soll weitestgehend erhalten bleiben. Die feierliche Einweihung soll Ende 2012 erfolgen.

Ganz modern wird sich dagegen der „Sonnenhof“, ein Wohn- und Geschäftskomplex hinter der historischen „Sonne“ zum Löbdergraben hin zeigen, für den am gleichen Tag der symbolische Grundstein gelegt wurde und der Mitte 2013 fertig gestellt sein soll. Der Entwurf des renommierten Architektenbüros Jürgen Mayer H. aus Berlin sieht vier fast futuristisch wirkende Baukörper vor, die das Stadtbild im Bereich Holzmarkt/Löbdergraben sehr deutlich prägen werden. Schließlich wird durch die Gebäude auf diesen lange vernachlässigten Areal, so Architekt Jürgen Mayer-Hermann, „ein wichtiger historischer Ort wieder in das Leben der Stadt zurückgeführt.“
Noch-Vorstandsprecher Thomas Buckreus erteilte in seiner Ansprache anlässlich des Richtfestes und der Grundsteinlegung unlängst geäußerten Spekulationen eine Abfuhr, dass kürzlich erfolgte Mieterhöhungen notwendig geworden wären, um die Prestigeobjekte am Markt zu finanzieren. „ Falsche Behauptungen werden durch Wiederholung nicht wahr“, betonte Buckreus und versicherte, dass der Mehrerlös aus der Anpassung der Nutzungsentgelte ausschließlich wieder in Wohnungen investierte werde. In die „Sonne“-Projekten flössen nur Gelder der Spareinrichtung der Wohnungsgenossenschaft, wodurch das Geld der Sparer in Jena verbleibe.
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