Drei Minister gratulieren der ÜAG

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gratuliert ÜAG-Geschäftsführer David hirsch stellvertretend für alle Mitarbeiter. Foto: Glasser
Jena: ÜAG gGmbH/Ilmstraße 1/Seminarraum 125 |

Drei Landesminister auf einem Sofa. Das belegte beim 25-jährigen Jubiläum nicht nur die Vielfalt der ÜAG, sondern auch die Wertschätzung vieler Partner für die Arbeit des Bildungsdienstleisters.

Abwechslungsreich und vielfältig präsentierte sich die ÜAG während des festlichen Abends am Montag: Musik, Filme und Interviews zeigten den etwa 150 geladenen Gästen, was die Bildungseinrichtung seit 25 Jahren auf die Beine stellt: Von der Aus- und Weiterbildung über die Inklusion von Schwerbehinderten bis zur Schul- und Berufsintegration von jungen Flüchtlingen reicht das Portfolio.

ÜAG bietet Perspektiven
Dementsprechend standen den Moderatoren Geschäftsführer David Hirsch sowie Bereichsleiter Michael Kaden unter anderem Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Migrationsminister Dieter Lauinger und Sozialministerin Heike Werner Rede und Antwort. Die Rot-Rot-Grünen waren sich in der Grundausrichtung einig: Die Arbeitswelt ändert sich kontinuierlich. Deshalb sind Dienstleistungspartner wie die ÜAG wichtig, weil sie vielen Menschen neue Perspektiven bietet und ihnen einen beruflichen Anschluss ermöglichen. Insgesamt saßen an dem Abend 14 Wegbegleiter auf dem Sofa wie etwa die Landrätin des Altenburger Landes Michaele Sojka, Jenas OB Albrecht Schröter oder Betriebsratschefin Marion Wackernagel.

ÜAG benötigt Unterstützung der Politik
Sie bescheinigten der ÜAG und ihren Mitarbeitern vor allem ein ehrliches und wertschätzendes Verhalten im partnerschaftlichen Umgang. Nach finanziell schwierigen Zeiten und dem Verkauf der städtischen Organisation größtenteils an den geschäftsführenden Gesellschafter David Hirsch 2012 erreichte die ÜAG im vergangenen Jahr die „schwarze Null“. „Wir leisten unseren Beitrag, damit Arbeitssuchende, Behinderte oder Flüchtlinge produktiv werden und nicht langfristig die Staatskasse belasten“, sagte der engagierte Netzwerker, „aber dafür benötigen wir heute politische Entscheidungen und auch Geld.“

Erst Sprache ermöglicht berufliche Integration
Ein Beispiel: Die Arbeit mit Flüchtlingen. Im Laufe des Tages hatten sich rund 90 Tagungsteilnehmer auf eine sogenannte Spurensuche begeben. Thema war effektive Wege und Methoden zu finden, um junge Geflüchtete eine soziale und berufliche Integration zu ermöglichen. Haupthindernis ist die Sprache. Denn sie ist nicht nur Kommunikationsmittel wie der Psychologe Björn Enno Hermans sagte, sondern mangelndes Sprachgefühl führt auch zu weiterer Unsicherheit und Angst. In Thüringen und Jena gestaltet sich der Sprachunterricht nicht nur schwierig, weil einige Flüchtlinge Analphabeten sind oder sich kulturell bedingt teilweise nicht an den Schulungsplan halten. Oft fehlen Gelder für kontinuierlichen Sprachunterricht, geeignete Lehrer sowie organisierte Gelegenheiten, um im alltäglichen Gespräch wirklich deutsch zu lernen.
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