Ein großer Haufen Erde ... im besetzten Palästina ...

Alia, Dianne (Canada), Mohammed, Jonas (Jena)
Wadi J´Hesh (Israel): Wadi J´Hesh | . . . kann zur Bepflanzung kargen Bodens genutzt werden oder eine Straße blockie- ren um damit ein Dorf zu isolieren.

Wadi J‘Hesh heißt die Siedlung, dessen Zugang zu Wasser, Bildung, Religions- ausübung am Freitag den 29. Juli 2011 abgetrennt wurde. All dies sind Verpflich- tungen, welche die Besatzungsmacht Israel nach der Vierten Genfer Konvention nachkommen müsste.

Alia Narwaja, 51 Jahre alt, Mutter von 8 Kindern und De-Facto-Oberhaupt einer der zwei dort lebenden Familien, berichtet:

„Gegen 7 Uhr kam die Armee mit einem großen Bagger und begann einen Erdwall aufzuhäufen. Einige Stunden später brachten sie uns den Befehl als Schriftstück. Es war in Hebräisch. Wir können zwar Hebräisch sprechen und verstehen, aber nicht lesen. Deswegen kennen wir die Begründung für dieser Erdwall nicht.“

Dieser Weg ist der einzige befahrbare Zugang zu den Familien, die hauptsächlich Schafzucht betreiben. Sie leben in großen Zelten die an zwei Seiten geöffnet sind, so dass der Wind die Hitze etwas abkühlen kann.

Wadi J‘Hesh liegt ca. 700m von der israelischen Siedlung Suseya entfernt. Innerhalb des letzten Jahres wurden sie drei mal von Siedlern angegriffen. Einmal musste Ibrahim, einer der Söhne von Alia, aufgrund der Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Ein anderer Sohn von Alia, Mohammed, zeigte uns ein Video, in dem zu sehen war, wie sich am 2. Juli eine Gruppe junger Siedler bis zu den Brunnen des Dorfes nährte. Diese müssen im Sommer regelmäßig aufgefüllt werden. Normalerweise geschieht dies mit einem Wassertank, der von einem Traktor gezogen, 10m3 Wasser von der ca. 15km entfernten Stadt Yatta, liefert. Wie werden sich die Bewohner mit Wasser versorgen können, wenn die Straße blockiert ist?
Am Samstag den 23.Juli waren wir Zeugen, wie sich ein Siedler (mit einem Gewehr auf dem Rücken) den Zelten zielstrebig nährte; in einer Distanz von ca. 300m drehte er um.
Jeden Samstag sind wir vor Ort um die Situation zu beobachten. Wir hoffen zuallererst durch unsere Präsenz Gewalt zu verhindern. Wenn dies nicht im Rahmen unsere Möglichkeiten liegt, dokumentieren wir und berichten an eine durch UNOCHA (Koordininierungsstelle für Humanitäre Angelegenheiten der UNO) initiierte Settler Violence Monitor Group.
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