Erfolg mit Saaletörtchen

Mit einer Spende von 540 Euro unterstützt die studentische Kommunikationsagentur „Goldene Zwanziger" das Jenaer Tafelhaus: Saskia Philips, Stefan Laser, Jürgen Bromme, Vorsitzender des Tafelhaus-Vereins, und Pablo Jost bei der Scheckübergabe (v.l.).
Wahrscheinlich erinnern sich nicht nur Jenaer Studenten an das auffällige Plakat: Ein junge Frau schien da in eine Sahnetortenschlacht geraten, das Gesicht vollends mit Sahne beschmiert und genüsslich in ein „Saaletörtchen" beißend. Die fiktive süße Köstlichkeit stand dieses Jahr ganz im Zentrum der Werbekampagne „Hauptwohnsitz schmeckt" der studentischen Kommunikationsagentur „Goldene Zwanziger", die bereits zum achten Mal im Auftrag der Stadt unter Jenas Studenten für eine Anmeldung des Hauptwohnsitzes in der Stadt warb.

Im Gegensatz zu ihrem Fotomodel haben sich die jungen Werbemacher mit ihrer Kampagne auch in diesem Jahr wieder mit Ruhm bekleckert: In der entscheidenden Zielgruppe der 18 bis 30-jährigen nahmen seit Anfang Oktober 2129 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Jena. Damit wurde nicht nur gegenüber dem Vorjahresspitzenwert von 2066 noch eine Schippe draufgelegt. Fast 80 Prozent - auch das ein Bestwert - gaben in diesem Jahr dem Hauptwohnsitz gegenüber einem Nebenwohnsitz den Vorzug, was insbesondere bei Jenas oberstem „Kassenwart" - Finanzdezernent Frank Jauch - für ein zufriedenes Lächeln sorgte. „Die Kampagne ist ein toller Erfolg für die Stadt. Das dafür investierte Geld wird mehr als dreifach wieder eingespielt", so Frank Jauch.

Denn im Gegenzug für die 240 Euro Ausbildungsbeihilfe, welche die Stadt jedem mit Hauptwohnsitz neu angemeldeten Studenten zahlt, spült es der Kommune ein Mehrfaches an Schlüsselzuweisungen des Landes in das derzeit nicht eben prall gefüllte Stadtsäckel. Dank der neuen „Rekordzahlen" sah sich auch das Werbeagentur- Team um die beiden Projektleiter Pablo Jost und Stefan Laser für die „ein oder andere Nachtschicht" und den vollen, auch körperlichen Einsatz in den zurückliegenden Kampagnenwochen entschädigt: Ein menschengroßes „Saaletörtchen" war tagaus tagein an Uni und Fachhochschule unterwegs, unzählige Plakate und Banner wurden gehängt, an die 5000 Muffins - verbunden mit der Werbebotschaft „Hauptwohnsitz schmeckt" - an die studentische Zielgruppe gebracht.

Bei all dem Werbefeuerwerk sollte aber auch nicht die Bodenhaftung verloren gehen und - wie es Pablo Jost bildhaft formulierte - an jene Jenaer „ein Stück vom Kuchen abgegeben werden", die im Alltag ganz andere Sorgen haben: 540 Euro aus den Einnahmen einer erstmals veranstalteten Hauptwohnsitzparty wurden deshalb an Jürgen Bromme von der Jenaer Tafel übergeben.
(Text und Foto: Andreas Klossek)
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