Erholung hat Vorfahrt

Der Jenaer Landschaftsarchitekt Wolfram Stock stellte die Pläne vor und beantwortete Fragen der interessierten Bürger und von Wenigenjenas Ortsteilbürgermeisterin Rosa-Maria Haschke.
Das Stück Saaleufer von der „Grünen Tanne" flussabwärts, das in den Vorjahren unter dem Aspekt, die Saale erlebbarer zu machen, aufwändig umgestaltet wurde, wird seit seiner Fertigstellung von den Bürgern begeistert angenommen. Diese Aufwertung des erweiterten Uferbereiches soll nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung in nördlicher Richtung weitergehen.

Der Landschaftsarchitekt Wolfram Stock erarbeitete in Kooperation mit den Jenaer Stadtplanern dazu eine erste Konzeption, die kürzlich im Rahmen einer öffentlichen Begehung vorgestellt wurde, an der trotzt klirrender Kälte rund 20 Anwohner aus Wenigenjena und die zuständige Ortsteilbürgermeisterin Rosa-Maria Haschke teilnahmen.

Startpunkt war nicht ohne Grund der Eingang zu Ostbad. Denn eine völlig neue Wegführung - eine 3 Meter breite Asphaltstraße für Fußgänger und Radfahrer - soll über jetzt noch zum Ostbad gehörende Flächen in nördlicher Richtung bis zum Gembdenbach und zur Straße „Am Erlkönig" gebaut werden. In Gegenrichtung führt sie nördlich am POM vorbei zur Saale und unter der Wiesenbrücke hindurch bis zum Wenigenjenaer Ufer in Höhe des Gries-Platzes.

Veränderungen für die Bürger bei der Verkehrsführung, die je nach Interessenlage positiv oder negativ bewertet werden können, sind für das Wenigerjenaer Ufer entlang des Griesplatzes vorgesehen. Denn die Straße soll für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, so dass Fußgänger und Radfahrer künftig von der Straße „Am Erlkönig" bis zur Camsdorfer Brücke gelangen könnten, ohne eine einzige Straße mit Autoverkehr queren oder benutzen zu müssen. Die Fläche unmittelbar an der Griesbrücke soll mit einem schönen Spielplatz versehen und dann auch völlig von parkenden Autos freigehalten werden.

Das gilt auch für den vorderen Teil des jetzigen großen Parkplatzes, der durch Bepflanzungen, Bänke usw. zum Erholungsbereich umgestaltet wird. Der restliche Teil des Platzes bleibt den Parkern erhalten, sowohl den Pendlern als auch den Eltern, die ihre Kinder in die Heine- bzw. Dualingo-Schule bringen. Über letztere gab es zur Begehung Klagen von Anwohnern, weil die Eltern oft wild parken und Ausfahrten blockieren würden. Ganz vom Tisch ist übrigens der Plan, im Zuge der Eichplatzbebauung den Jenaer Rummelplatz auf den Gries zu verlegen. Zu laut für die Anwohner, hat ein Lärmgutachten ergeben.

15.12.2010
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